29. Juni 2010
Spanien – Portugal 1:0 (0:0)
In einem packenden, aber keineswegs hochklassigen Duell, hat Spanien im letzten Achtelfinalspiel die Nationalmannschaft Portugals vor 62.955 Zuschauern im Green-Point-Stadion in Kapstadt mit 1:0 (0:0) bezwungen. Das Tor im „iberischen Bruderduell“ erzielte der spanische Tor-Garant David Villa in der 63. Minute aus stark abseitsverdächtiger Position. Es war der vierte Turnier-Treffer des 28-Jährigen.
Aufstellung Spanien: Casillas, Ramos, Puyol, Pique, Capdevila, Busquets, Xabi Alonso (ab 93. Marchena), Iniesta, Xavi, Villa (ab 88. Pedro), Torres (ab 58. Llorente)
Aufstellung Portugal: Eduardo, Costa, Alves, Carvalho, Coentrao – Tiago, Pepe (ab 72. Mendes), Meireles, Simao (ab 72. Liedson), C. Ronaldo, Almeida (ab 58. Danny)
Tor: 1:0 Villa (63.)
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Paraguay – Japan 5:3 (0:0, 0:0, 0:0)
In einem erschreckend schwachen und ereignislosen Achtelfinale hat am heutigen Abend die Mannschaft aus Paraguay die „blauen Samurai“ mit 5:3 nach Elfmeterschießen bezwungen. Die „Albirroja“ profitierten dabei vom Fehlschuss des Japaners Yuichi Komano, der nur den Querbalken traf. Damit steht die Nationalmannschaft Paraguay erstmals in ihrer Geschichte unter den letzten Acht einer Fußball-Weltmeisterschaft – 1986, 1998 und 2002 schied man jeweils eine Runde zuvor aus.
In der regulären Spielzeit passiert vor 36.742 Zuschauern im Stadion ‘Loftus Versfeld’ in Pretoria herzlich wenig. Ein sehenswerter Alleingang von Barrios, der nach klasse Trick an Japans Torhüter Eiji Kawashima scheiterte (20.), ein Lattentreffer von Daisuke Matsui (22.) und ein Schuss von Roque Santa Cruz waren die wenigen Höhepunkte der ersten neunzig Minuten.
In der Verlängerung kam dann etwas mehr Leben ins Spiel, doch außer der Möglichkeit von Valdez (98.) und einem Freistoß von Japans Stürmerstar Keisuke Honda sprang auch nichts Zwingendes heraus. So musste am Ende die Lotterie vom Elfmeterpunkt entscheiden.
Gerardo Martino, der Trainer von Paraguay, das mit seinem Sieg die südamerikanische Armada im Viertelfinale als vierte Mannschaft nach Uruguay, Argentinien und Brasilien komplettierte, zeigte sich nach der nervenaufreibenden Partie überglücklich: „Wir haben lange gelitten, jetzt sind wir erleichtert. Das Glück war heute auf unserer Seite. Es ist ein weiterer Schritt zum Ruhm. Ich hoffe wir können uns schnell erholen, um weiter Geschichte zu schreiben.“
Elfmeterschießen: 1:0 Barreto, 1:1 Endo, 2:1 Barrios, 2:2 Hasebe, 3:2 Riveros, 3:2 Komano verschießt (Latte), 4:2 Valdez, 4:3 Honda, 5:3 Cardozo
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Brasilien – Chile 3:0 (2:0)
Brasiliens Fußball-Nationalmannschaft hat einen weiteren Schritt in Richtung WM-Titel gemacht. Mit einem glanzlosen, aber nie gefährdeten 3:0-Sieg gegen Chile zog die Seleção am Montagabend ins Viertelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft ein, wo sie nun in Port Elizabeth auf die Niederlande trifft.
In einem über weite Strecken langweiligen Kick im mit 54.096 Zuschauern gefüllten Ellis Park von Johannesburg erlöste Verteidiger Juan den Rekordweltmeister nach 34 Minuten – er schraubte sich nach einer Maicon-Ecke am höchsten und vollstreckte per Kopf zur Führung. Kurz danach erhöhte Luis Fabiano nach einem Traumpass von Kaká auf 2:0 (38.) – nicht nur in dieser Szene merkte man den Chilenen die Umstellung in der Abwehr nach den Sperren der bisher herausragenden Defensivkräfte Gary Medel und Waldo Ponce an. Die chilenische Mannschaft von Trainer Bielsa rannte weiter an, prallte jedoch immer wieder am Abwehrbollwerk der Brasilianer ab. Für die Entscheidung sorgte Robinho, der nach einer knappen Stunden nach einem Ramires-Solo am schnellsten schaltete und den Ball wunderschön zum Endstand von 3:0 in die Maschen schlenzte (59.).
Aufstellung Brasilien: Julio Cesar, Maicon, Lucio, Juan, Bastos, Gilberto Silva, Ramires, Dani Alves, Kaka (ab 81. Kleberson), Robinho (ab 85. Gilberto), Luis Fabiano (ab 76. Nilmar)
Aufstellung Chile: Bravo, Jara, Fuentes, Contreras (ab 46. Tello), Isla (ab 62. Millar), Carmona, Vidal, Sanchez, Beausejour, M. Gonzalez (ab 46. Valdivia), H. Suazo
Tore: 1:0 Juan (34.), 2:0 Luis Fabiano(38.), 3:0 Robinho (59.)
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Niederlande – Slowakei 2:1 (1:0)
Durch einen 2:1-Sieg gegen Italien-Bezwinger Slowakei hat Holland das Viertelfinale der WM in Südafrika erreicht und kann weiter vom Titel träumen.
Der Vizeweltmeister von1974 und 1978 ging durch einen typisches Tor des erstmals von Beginn an eingesetzten Bayern-Profis, Arjen Robben, mit 1:0 in Führung – Sneijder hatte den 26-Jährigen nach 18 Minuten herrlich am rechten Flügel frei gespielt, dieser ließ drei Gegenspieler alt aussehen und traf von der Strafraumgrenze gegen die Laufrichtung des slowakischen Schlussmannes Mucha zum 1:0. Anschließend kontrollierte die „Elftal“ zwar weitestgehend das Spiel, hatte jedoch bei Chancen von Stoch (67.) und Vittek (68., 78.) Glück, dass diese den Ball nicht im Tor von Stekelenburg unterbringen konnten. Vor 62.000 Zuschauern im ausverkauften Moses-Mabhida-Stadion von Durban sorgte Wesley Sneijder nach feiner Vorarbeit von Liverpool-Stürmer Dirk Kuyt in der 84. Minute für die Entscheidung – der Anschlusstreffer durch Vittek per Foulelfmeter kam für die Slowaken zu spät.
Die Mannschaft von Trainer Vladimir Weiss fährt dennoch erhoben Hauptes zurück in die Heimat. „Es ist großartig, was wir bei der WM geleistet haben. Für alle Slowaken sind wir Sieger“, sagte der slowakische WM-Rekordtorschütze Robert Vittek nach der Partie den wartenden Journalisten.
Auch der niederländische Bondscoach Bert van Marwijk zeigte sich zufrieden, wenngleich er Mängel im Spiel seiner Elf nicht verschweigen wollte: „Die erste halbe Stunde war gut, dann haben wir zu viele Fehler gemacht und das Spiel etwas aus der Hand gegeben. Wir hätten schneller das 2:0 oder 3:0 machen müssen. In der entscheidenden Phase hat uns Maarten Stekelenburg gerettet. Wir können glücklich sein, dass wir viermal in Folge gewonnen haben. Wir sind bei den besten Acht, das ist stark. Ich bin auch glücklich, dass ich Robben aufgestellt habe.“
Aufstellung Niederlande: Stekelenburg, Van der Wiel, Heitinga, Mathijsen, Van Bronckhorst, Van Bommel, De Jong, Robben (ab 71. Elia), Sneijder (ab 92. Afellay), Kuyt, Van Persie (ab 80. Huntelaar)
Aufstellung Slowakei: Mucha, Pekarik, Skrtel, Durica, Zabavnik (ab 88. Jakubko), Vladimir Weiss, Kucka, Hamsik (ab 87. Sapara), Vittek, Stoch, Jendrisek (ab 71. Kopunek)
Tore: 1:0 Robben (18.), 2:0 Sneijder (84.), 2:1 Vittek (94., Elfmeter)
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27. Juni 2010
Argentinien – Mexiko 3:1 (2:0)
Nach 93 gespielten Minuten riss Diego Maradona die Arme in Höhe. Soeben hatte seine argentinische Mannschaft vor 84.377 Zuschauern in der „Soccer City“ in Johannesburg die Nationalelf Mexikos mit 3:1 besiegt und damit den Einzug ins Viertelfinale perfekt gemacht.
Doch wie schon in der Partie am Nachmittag war es wieder einmal der Schiedsrichter, der maßgeblichen Einfluss auf den Spielverlauf nahm und somit für berechtigten Ärger bei den mexikanischen Spielern und Fans sorgte. Beim Führungstreffer der „Gauchos“ durch Carlos Tevez (25.) stand dieser dermaßen deutlich im Abseits, dass dies wohl selbst dem Balljungen auf der gegenüberliegenden Seite des Feldes aufgefallen war. Sowohl der italienische Schiedsrichter Roberto Rosetti, als auch sein Assistent Stefano Ayroldi sahen es nicht – und so hieß es 1:0 für Argentinien.
Bis dahin hatten Marquez und Co. die temporeiche Achtelfinalbegegnung kontrolliert und nicht nur die argentinischen Angreifer im Griff gehabt, sondern immer wieder selbst für Gefahr gesorgt. Zunächst knallte Salcido den Ball aus 38 Metern an den Querbalken (8.), eine Minute später strich ein Schuss von Guardado um Zentimeter am Tor vorbei und auch Javier Hernandez verzog nur knapp (14.).
Mit der Führung im Rücken traten die Argentinier selbstbewusster und zielstrebiger auf, ohne jedoch große Glanzpunkte zu setzen. Lionel Messi mühte sich, dribbelte viel, agierte aber wie in den vorangegangenen Spielen glücklos. So war es dann ein schwerer Patzer von Ricardo Osorio, der das 0:2 einleitete. Der Ex-Stuttgarter bediente am eigenen Strafraum Gonzalo Higuain, der sich nicht zweimal bitte ließ, Mexikos Torhüter Oscar Perez umkurvte und seinen vierten WM-Treffer erzielte (33.).
Die Partie wurde nun etwas hitziger und auf dem Weg in die Halbzeitpause kam es zu einem Handgemenge zwischen Auswechselspielern der beiden Kontrahenten – Schiedsrichter und Trainer lösten die Rangelei jedoch schnell auf.
In der zweiten Hälfte sorgte dann ein Traumtor von Carlos Tevez für die Entscheidung und zerstörte endgültig die Hoffnungen der Mexikaner aufs Viertelfinale. Der Stürmer von Manchester City fasste sich aus gut zwanzig Metern ein Herz und nagelte den Ball in den rechten Torwinkel.
Dennoch gab sich die „Tri“ nicht auf und rannte weiter gegen das Tor von Romero an. In der 70. Minute musste Demichelis in höchster Not auf der Linie klären, nur eine Minute darauf tanze Hernandez mit einer geschickten Körpertäuschung die komplette Hintermannschaft der „albiceleste“ aus und schoss den Ball zum Anschlusstreffer in die Maschen. Mexiko blieb jetzt dran und Argentinien tat nur noch das nötigste, um den Einzug in die nächste Runde sicherzustellen.
Jetzt kommt es am Samstag zur Neuauflage des Viertelfinals von 2006: Deutschland gegen Argentinien. Nach der Niederlage im Elferschießen vor vier Jahren schwören die Maradona-Schützlinge auf Revanche…
Aufstellung Argentinien: Romero, Otamendi, Demichelis, Burdisso, Heinze, Maxi Rodriguez (ab 87. Pastore), Mascherano, Di Maria (ab 79. Gutierrez), Messi, Higuain, Tevez (ab 69. Veron)
Aufstellung Mexiko: Perez, Osorio, Rodriguez, Marquez, Salcido, Juarez, Torrado, Guardado (ab 61. Franco), dos Santos, Hernandez, Bautista (ab 46. Bautista)
Tore: 1:0 Tevez (25.), 2:0 Higuain (33.), 3:0 Tevez (52.), 3:1 Hernandez (71.)
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Deutschland – England 4:1 (2:1)
Mit einer eindrucksvollen Leistung hat Deutschland am Sonntagnachmittag England mit 4:1 nach Hause geschickt und dem Erzrivalen die höchste WM-Niederlage aller Zeiten beschert. In dem Achtelfinal-Klassiker machten Miroslav Klose (20.), Lukas Podolski (32.) und der überragende Thomas Müller (67./70.) vor 40.510 Zuschauern im Free State Stadion in Bloemfontein den Erfolg perfekt – zum zwischenzeitlichen Anschlusstreffer sorgte der englische Abwehrspieler Matthew Upson per Kopf (37.). Riesenglück hatte die Auswahl von Jogi Löw nur eine Minute später, als Schiedsrichter Jorge Larrionda aus Uruguay einem glasklaren Treffer von Frank Lampard die Anerkennung verweigerte!
Ganz nebenbei machte Miroslav Klose in seinem 99. Länderspiel seinen 50. Treffer im Trikot des DFB-Teams – zwölf davon erzielte er bei Fußball-Weltmeisterschaften. Damit liegt der Münchner in der ewigen WM-Torschützenliste gleichauf mit Superstar Pelé auf Rang vier.
Vor dem Spiel konnte Bundestrainer Joachim Löw aufatmen: Sowohl Bastian Schweinsteiger, als auch Jerome Boateng waren einsatzbereit und wurden in die Startelf berufen – für den verletzten Cacau rückte Miroslav Klose zurück ins Sturmzentrum. Bei den Engländern begann erwartungsgemäß Defoe neben Rooney im Angriff – Heskey blieb zunächst auf der Bank.
Beide Mannaschaften starteten zurückhaltend in die Partie, wobei die Deutschen aktiver und zielstrebiger als die „Three Lions“ wirkten. Bereits nach fünf Minuten hatte die Löw-Truppe dann ihre erste Riesenmöglichkeit, als Mesut Özil allein vor dem Kasten von David James auftauchte, jedoch mit seinem schwachen rechten Fuß am 39-Jährigen scheiterte. Es folgten einige Minuten Leerlauf, ehe ein weiter Abschlag von Manuel Neuer die verdiente Führung für die deutsche Elf einleitete: Der lange Ball tickte einmal auf, Terry verschätzte sich, Upson verlor das Laufduell gegen Miroslav Klose und der Goealgetter spitzelte den Ball zum 1:0 am verdutzten englischen Torhüter vorbei in die Maschen (20.).
Die junge deutsche Mannschaft übernahm nun ganz klar das Kommando, spielte druckvoll nach vorn und konnte nach 32 Minuten schon das zweite Mal jubeln. Lukas Podolski schloss einen mustergültigen Angriff über Klose und Müller mit einem Flachschuss aus spitzem Winkel ab.
Die Engländer wirkten im Free State Stadion lange Zeit ideenlos und unentschlossen – so halfen die Deutschen in der 37. Minute etwas nach und plötzlich stand es nur noch 1:2. Nach einer Flanke von rechts, stand Boateng zu weit von seinem Gegenspieler, Neuer verschätzte sich und Upson musste aus Nahdistanz nur noch den Kopf hinhalten.
Plötzlich verlor die Mannschaft um Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger die Grundordnung, England drückte und erzielte nur eine Minute nach dem Anschluss sogar den Ausgleich! Frank Lampard zog aus 17 Metern ab, der Ball flatterte an die Lattenunterkannte, von dort ganz klar hinter die Linie, erneut an den Querbalken und anschließend in die Arme des deutschen Schlussmannes. Während die Engländer bereits jubelten, entschied das Schiedsrichtergespann um Jorge Larrionda aus Uruguay unverständlicherweise auf Weiterspielen.
Kurios am „Torklau“: Beim legendären WM-Finale 1966 in Wembley hatte Geoff Hurst die Führung zum 3:2 ebenfalls mit einem Schuss an die Lattenunterkante erzielte – damals soll der Ball jedoch nicht drin gewesen sein und trotzdem wurde der Treffer gegeben. 44 Jahre fällt der Treffer in Bloemfontein parktisch umgekehrt – der Ball ist drin und der Schiedsrichter gibt kein Tor.
In Hälfte zwei bemühten sich die Engländer nochmals und hatten durch Steven Gerrard eine „halbe Chance“ zu Ausgleich, doch als die Mannschaft von Fabio Capello die Abwehr lockerte und versuchte die Offensivbemühungen zu forcieren, wurde sie eiskalt ausgekontert.Zunächst traf Thomas Müller nach schönem Zuspiel von Schweinsteiger (67.) und drei Minuten später war es wieder der Youngster, der einen wunderschönen Gegenangriff nach Pass von Özil zum 4:1 abschloss.
Nach dem Spiel herrschte bei den Deutschen überschwängliche Freude: „Es freut uns, dass in Deutschland alle feiern können. Wir haben in der Kabine das eine oder andere Bier getrunken. Mehr nicht, denn wir haben ja das Viertelfinale vor der Brust. Der Sieg gibt uns dafür viel Mut“, sagte Philipp Lahm nach der Partie.
Der Großteil der Engländer haderte mit dem Schiedsrichter – Mannschaftskapitän Steven Gerrard fand jedoch auch deutliche Worte in Richtung seiner Kollegen: „Die Deutschen waren die bessere Mannschaft. Sie haben hochverdient gewonnen. Wir waren individuell nicht gut genug. Das nicht gegebene Tor ist keine Entschuldigung. Ich stelle mich nicht hier hin, um zu sagen, wir hätten nur verloren, weil der Schiedsrichter das Tor nicht gegeben hat.“
Aufstellung Deutschland: Neuer, Lahm, Mertesacker, Friedrich, Boateng, Khedira, Schweinsteiger, Müller (ab 72. Trochowski), Özil (ab 83. Kießling), Podolski, Klose (ab 72. Gomez)
Aufstellung England: James, Johnson (ab 87. Wright-Phillips), Upson, Terry, Ashley Cole, Milner (ab 64. Joe Cole), Lampard, Barry, Gerrard, Rooney, Defoe (ab 71. Heskey)
Tore: 1:0 Klose (20.), 2:0 Podolski (32.), 2:1 Upson (37.), 3:1, 4:1 Müller 4:1 (67., 70.)
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USA – Ghana 1:2 (0:1, 1:1)
Mit einem verdienten 2:1-Erfolg über die USA hat Ghana zum ersten Mal in seiner WM-Geschichte den Sprung unter die letzten Acht geschafft! Vor rund 30.000 Zuschauern im Royal-Bakofeng-Stadion von Rustenburg gelang den „Black Stars“ ein Auftakt nach Maß: Bereits in der fünften Minute brachte Kevin-Prince Boateng die Afrikaner durch einen Schuss aus 17 Metern in Führung – Landon Donovan glich per Elfmeter, nach Foul an Dempsey, in Hälfte zwei aus (62.). Nachdem die US-Amerikaner noch einige gute Möglichkeiten liegen gelassen hatten, übernahm Ghana in der Verlängerung erneut das Kommando und kam durch das dritte Turniertor von Asamoah Gyan zur erneuten Führung. Die Mannschaft von Bob Bradley versuchte in der letzten Viertelstunde noch einmal alles, blieb aber im Abschluss glücklos.
So steht Ghana, nach Kamerun (1990) und Senegal (2002), als drittes afrikanisches Team im Viertelfinale einer Fußball-Weltmeisterschaft. Mit einem Sieg gegen am Freitag gegen Uruguay kann die Mannschaft von Milovan Rajevac ein neues Kapitel in der Geschichte des Fußballs schreiben…
Aufstellung USA: Howard, Cherundolo, DeMerit, Bocanegra, Bornstein, Donovan, Bradley, Clark (ab 31. Edu), Dempsey, Findley (ab 46. Feilhaber), Altidore (ab 91. Gomez)
Aufstellung Ghana: Kingson, Pantsil, Jonathan Mensah, John Mensah, Sarpei (ab 73. Addy), Annan, Inkoom (ab 113. Muntari), Asamoah, K.-P. Boateng (ab 78. Appiah), Ayew, Gyan
Tore: 0:1 K.-P. Boateng ( 5.), 1:1 Donovan (62., Elfmeter), 1:2 Gyan (93.)
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Uruguay – Südkorea 2:1 (1:0)
Erstmals seit vierzig Jahren hat die alte Fußballmacht Uruguay wieder das Viertelfinale einer Fußball-WM erreicht. Am Samstagnachmittag schlug die „Celeste“ um Superstar Diego Forlan die südkoreanische Auswahl mit 2:1 – Luis Suarez von Ajax Amsterdam erzielte vor 25.000 Zuschauern in Port Elizabeth in beide Treffer für die Südamerikaner. In der Anfangsphase überwand der 23-Jährige Keeper Sung-Ryong Jung aus spitzem Winkel (8.) und in der 80. Minute machte er mit einem traumhaften Schlenzer an den rechten Innenpfosten alles klar. Für den zwischenzeitlichen Ausgleich für die Südkoreaner, die keineswegs unterlegen waren, sorgte Lee Chung-yong (68.) – kurz vor Schluss vergab Joker Dong-Gook Lee den erneuten Ausgleich, als er aus Nahdistanz an Uruguays Torhüter Lugano scheiterte (87.).
Auftsellung Uruguay: Muslera, M. Pereira, Lugano, Godin (ab 46. Victorino), Fucile, Perez, Arevalo, A. Pereira (ab 74. Lodeiro), Cavani, Forlan, Suarez (ab 84. A. Fernandez)
Aufstellung Südkorea: Jung Sung-Ryong, Cha Du-Ri, Cho Yong-Hyung, Lee Jung-Soo, Lee Young-Pyo, Kim Jung-Woo, Lee Chung-Yong, Kim Jae-Sung (ab 61. Lee Dong-Gook), Ki Sung-Yueng (ab 85. Yeom Ki-hun), Park Ji-Sung, Park Chu-young
Tore: 1:0 Suarez (8.), 1:1 Lee Chung-Yong (68.), 2:1 Suarez (80.)
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