Fussball WM Blog


11. Juli 2010

Platz drei nach 3:2 gegen Uruguay – Versöhnlicher WM-Abschluss für deutsche Elf

Category: Spielberichte,deutsche Nationalmannschaft – Autor: philip – 13:32

Uruguay – Deutschland 2:3 (1:1)

Aufstellung Uruguay: Muslera, Fucile, Lugano, Godin, Caceres, M. Pereira, Perez (ab 77. Gargano), Arevalo Rios, Cavani (ab 88. Abreu), Suarez, Forlan

Aufstellung Deutschland: Butt, Boateng, Friedrich, Mertesacker, Aogo, Khedira, Schweinsteiger, Müller, Özil (ab 91. Tasci), Jansen (ab 81. Kroos), Cacau (ab 73. Kießling)

Tore: 0:1 Müller (18.), 1:1 Cavani (28.), 2:1 Forlan (51.), 2:2 Jansen (56.), 2:3 Khedira (82.)

8. Juli 2010

Aus der Traum vom WM-Titel! Spanien schlägt Deutschland mit 1:0

Category: Halbfinale,Spielberichte,deutsche Nationalmannschaft – Autor: philip – 11:06

Deutschland – Spanien 0:1 (0:0)

Der deutsche Traum vom vierten WM-Titel ist geplatzt! Im Halbfinale gegen Spanien konnten die Mannschaft von Jogi Löw nicht an die Leistungen der vergangenen Partien anknüpfen und verlor durch einen wuchtigen Kopfball von Carles Puyol (73.) nach einer Ecke von Xavi mit 0:1. Der bärenstarke Europameister dominierte über weite Strecken die Begegnung, die DFB-Elf wirkte hingegen mutlos und gehemmt und erarbeitete sich kaum Torszenen. Während bei der spanischen Auswahl, die nun im ersten WM-Finale ihrer Geschichte auf die Niederlande trifft, der Jubel grenzenlos war, saß der Frust bei den deutschen Spielern natürlich tief: „Es ist bitter, wenn man im Halbfinale ausscheidet. Die Enttäuschung ist sehr groß. Wir hatten uns heute sehr viel vorgenommen, aber es ist uns nicht gelungen“, sagte Mannschaftskapitän Philipp Lahm – sichtlich mitgenommen – nach der Partie.

Die Spanier hatten vor 60.960 Zuschauern im restlos ausverkauften Moses-Mabhida-Stadion von Durban das Spiel von Beginn an im Griff, ließen den Ball mit ihrem gefürchteten Kurzpassspiel zirkulieren und erarbeiteten sich schon nach wenigen Minuten die ersten gefährliche Torchancen. Zunächst steckte Pedro wunderschön auf David Villa durch, doch der spanische Top-Torschütze scheiterte am aufmerksamen Manuel Neuer (6.) – wenig später zielte Carles Puyol nach einer scharfen Flanke von Iniesta ein wenig zu hoch (14.).

Die deutsche Elf war im Vergleich zu den Spielen gegen England und Argentinien nicht wieder zu erkennen – sie spielte defensiv, geradezu ängstlich, zog sich tief in die eigene Hälfte zurück und hatte eigentlich nur eine „echte“ Tormöglichkeit in Hälfte eins, als Piotr , Trochowski, der auf der rechten Außenbahn für den gesperrten Müller in die Mannschaft gekommen war, aus gut 25 Metern abzog und Iker Casillas zu einer Glanztat zwang. Kurz vor der Pause dann noch ein kleiner Aufreger: Klose hatte Özil schön am Strafraum bedient, Sergio Ramos lief dem Bremer in die Hacken, doch der Elfmeterpfiff blieb des ungarischen Schiedsrichters Viktor Kassai blieb aus.

Nach der Halbzeit das gleiche Bild: Spanien hoch überlegen, Deutschland mit Glück und Geschick verteidigend. Der Europameister versuchte es nun vermehrt aus der Distanz, doch bei den Weitschüssen von Xabi Alonso  (48., 50.) und Pedro (59.) war Neuer auf der Hut. Dennoch wäre aus einem dieser Versuche aus der zweiten Reihe beinahe das 1:0 für die Spanier entstanden, denn nach dem abgewehrten Pedro-Schuss brachte Iniesta den Ball von der linken Seite flach und scharf zurück in die Mitte, doch Villa rutschte am langen Pfosten um Zentimeter am Ball vorbei.

Auf der Gegenseite spielte die deutsche Mannschaft endlich einmal den zuvor so hoch gelobten, schnellen, genauen und zielstrebigen Fußball und bekam prompt die Riesenchance zur Führung: Mesut Özil passte auf Podolski, dieser bediente Toni Kross mustergültig am langen Pfosten, doch der Youngster scheiterte mit seiner Direktabnahme an Iker Casillas (69.).

Wie so oft entschied am Ende eine Standardsituation das Halbfinale von Durban. In der 73. Minute stimmte die Zuordnung in der deutschen Defensive nach einer Xavi-Ecke nicht, Carles Puyol schraubte sich freistehend nach oben und hämmerte den Ball per Kopf in die Maschen.

Die Löw-Truppe musste jetzt reagieren, mit Gomez wurde die Offensive verstärkt und man versuchte die Spanier unter Druck zu setzen – das trotzdem keine einzige hundertprozentige Torchance für die Deutschen heraussprang, war bezeichnend für ihr Spiel an diesem Abend.

Die von Vicente del Bosque hervorragend eingestellten Iberer kamen auf der Gegenseite dagegen fast noch zum 2:0, doch der eigensinnige Pedro vertändelte den Ball, anstatt auf den mitgelaufenen Fernando Torres zu passen. Dennoch reichte es am Ende zu einem hoch verdienten Sieg der Spanier, auf die im Finale nun die holländische Auswahl wartet.

Die Niederländer um die Bayern-Stars Arjen Robben und Mark van Bommel hatten bereits am Dienstagabend Uruguay mit 3:2-(1:1) besiegt und stehen damit nach 1974 und 1978 schon zum dritten Mal in einem WM-Endspiel –wie die Iberer warten sie jedoch noch auf ihren ersten Weltmeistertitel. Die tief enttäuschte deutsche Auswahl muss – wie vor vier Jahren bei der WM im eigenen Land – das undankbare „kleine Finale“ um Platz drei bestreiten. Anpfiff in Port Elizabeth ist am Samstag um 20.30 Uhr, der Gegner ist die Überraschungsmannschaft aus Uruguay.

Aufstellung Deutschland: Neuer, Lahm, Friedrich, Mertesacker, J. Boateng (ab 52. Jansen), Khedira (ab 80. Gomez), Schweinsteiger, Trochowski (ab 62. Kroos), Özil, Podolski, Klose

Aufstellung Spanien: Casillas, Ramos, Pique, Puyol, Capdevila, Busquets, Xabi Alonso (ab 93. Marchena), Pedro (ab 85. Silva), Xavi, Iniesta, Villa (ab 81. Torres)

Tor: 0:1 Puyol (73.)

4. Juli 2010

Waaaaahnsinn!!! Deutschland schickt Argentinien mit 4:0 nach Hause

Category: Spielberichte,Viertelfinale,deutsche Nationalmannschaft – Autor: philip – 12:00

Deutschland – Argentinien 4:0 (1:0)

In einer atemberaubenden Viertelfinal-Partie hat die deutsche Fußball-Nationalmannschaft Argentinien mit 4:0 besiegt und ist damit hoch verdient ins Halbfinale der WM in Südafrika eingezogen. Die Auswahl von Bundestrainer Joachim Löw beherrschte die favorisierten “Gauchos” über die gesamte Spielzeit und führte den zweimaligen Weltmeister phasenweise vor. Die Tore für die Deutschen erzielten Thomas Müller (3.), Arne Friedrich (74.) und Miroslav Klose (68., 89.) – letzterer liegt mit 14 Treffern in der ewigen Torschützenliste der WM-Endrunden nun nur noch ein Tor hinter dem führenden Brasilianer Ronaldo.

Ein 4:0-Kantersieg gegen das argentinische Star-Ensemble – die Fußball-Welt reibt sich verwundert die Augen. Nicht nur das Resultat, sondern vor allem die Art und Weise, WIE die junge deutsche Mannschaft einen der Turnier-Favoriten förmlich an die Wand spielte, sorgte für Aufsehen! Aber der Reihe nach:

Vor den Augen von 64.100 Zuschauern– unter ihnen Bundeskanzlerin Angela Merkel – erwischten die Deutschen in der Viertelfinal-Partie am Samstag in Kapstadt einen Traumstart: Keine drei Minuten waren gespielt, als Thomas Müller mit dem schnellsten WM-Treffer dieser Endrunde für die Führung sorgte. Der Youngster entwischte nach einem Freistoß von Bastian Schweinsteiger seinem Bewacher Burdisso, veränderte mit dem Kopf leicht die Flugbahn des Balles, der vom Schienenbein des argentinischen Schlussmannes Romero schließlich den Weg ins Tor fand.

Die schnelle Führung schockte die Argentinier einerseits – andererseits spielte sie der von Joachim Löw prima eingestellten Mannschaft in die Karten. Khedira und Schweinsteiger machten in der Zentrale immer wieder die Räume eng, so dass die gefürchtete Offensivabteilung der „Albiceleste“ um Weltfußballer Lionel Messi, Real-Star Higuain und Carlos Tevez von Manchester City fast gar nicht zur Entfaltung kamen. Bei Ballgewinn schaltete die deutsche Elf schnell um und startete gefährliche Konter – einer davon hätte in der 24. Minute beinahe für den zweiten Treffer gesorgt, doch Miroslav Klose zielte nach schöner Vorarbeit von Thomas Müller über das Gehäuse.

Außer ein paar Weitschüssen, die Manuel Neuer sicher parierte hatten die Schützlinge von Diego Maradona in Hälfte eins nichts zu bieten, so dass es folgerichtig mit der 1:0-Führung in die Pause ging.

Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Argentinier merklich den Druck, jedoch weiterhin ohne wirklich klare Chancen herauszuspielen – einzig ein Schrägschuss von di Maria sorgte für einen Hauch von Gefahr. Insgesamt wirkten Messi und Co. ideen- und kraftlos – zudem schienen sie mit zunehmender Spielzeit mit der effizienten Kontertaktik der Deutschen überfordert.

So verwunderte es wenig, dass einer dieser schnellen Gegenstöße nach 68. Minuten das 2:0 für die deutsche Auswahl brachte. Müller beförderte den Ball im Liegen in den Lauf von Lukas Podolski, dieser behielt die Übersicht und legte mustergültig quer auf Klose. Der Bayern-Stürmer ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen und machte seinen 51. Treffer im DFB-Dress.

Nun ging es Schlag auf Schlag. Die Argentinier suchten ihr Heil nochmals in der Offensive und abermals ging dies nach hinten los. Schweinsteiger dribbelte ungehindert durch den Strafraum, legte auf Arne Friedrich auf machte sein erstes Länderspieltor. Den krönenden Abschluss besorgte schließlich Miroslav Klose mit einer Volley-Abnahme nach Özil-Flanke (88.) – es war der 14. WM-Treffers des 32-Jährigen und das, in seinem 100. Länderspiel! Damit zog er  in der ewigen Rangliste mit Gerd Müller gleich – zum Führenden, Ronaldo, fehlt ihm nun nur noch ein Tor!

So feierten die Deutschen einen großartigen Erfolg und zogen mehr als verdient ins Halbfinale der Weltmeisterschaft in Südafrika ein. Einziger Wermutstropfen der Partie: Thomas Müller sah eine, meiner Meinung nach völlig überzogene, Gelbe Karte wegen absichtlichen Handspiels und muss nun in der kommenden Partie zuschauen.

Tore: 0:1 Müller (3.), 0:2 Klose (68.), 0:3 Friedrich (74.), 0:4 Klose (89.)

Aufstellung Argentinien: Romero, Otamendi (ab 70. Pastore), Demichelis, Burdisso, Heinze, Maxi Rodriguez, Mascherano, Di Maria (ab 75. Agüero), Messi, Higuain, Tevez

Aufstellung Deutschland: Neuer, Lahm, Mertesacker, Friedrich, J. Boateng (ab 72. Jansen), Khedira (ab 77. Kroos), Schweinsteiger, Müller (ab 84. Trochowski), Özil, Podolski, Klose

27. Juni 2010

4:1 gegen England! Deutschland ballert sich ins Viertelfinale

Category: Achtelfinale,Spielberichte,deutsche Nationalmannschaft – Autor: philip – 23:41

Deutschland – England 4:1 (2:1)

Mit einer eindrucksvollen Leistung hat Deutschland am Sonntagnachmittag England mit 4:1 nach Hause geschickt und dem Erzrivalen die höchste WM-Niederlage aller Zeiten beschert. In dem Achtelfinal-Klassiker machten Miroslav Klose (20.), Lukas Podolski (32.) und der überragende Thomas Müller (67./70.) vor 40.510 Zuschauern im Free State Stadion  in Bloemfontein den Erfolg perfekt – zum zwischenzeitlichen Anschlusstreffer sorgte der englische Abwehrspieler Matthew Upson per Kopf (37.). Riesenglück hatte die Auswahl von Jogi Löw nur eine Minute später, als Schiedsrichter Jorge Larrionda aus Uruguay einem glasklaren Treffer von Frank Lampard die Anerkennung verweigerte!

Ganz nebenbei machte Miroslav Klose in seinem 99. Länderspiel seinen 50. Treffer im Trikot des DFB-Teams – zwölf davon erzielte er bei Fußball-Weltmeisterschaften. Damit liegt der Münchner in der ewigen WM-Torschützenliste gleichauf mit Superstar Pelé auf Rang vier.

Vor dem Spiel konnte Bundestrainer Joachim Löw aufatmen: Sowohl Bastian Schweinsteiger, als auch Jerome Boateng waren einsatzbereit und wurden in die Startelf berufen – für den verletzten Cacau rückte Miroslav Klose zurück ins Sturmzentrum. Bei den Engländern begann erwartungsgemäß Defoe neben Rooney im Angriff – Heskey blieb zunächst auf der Bank.

Beide Mannaschaften starteten zurückhaltend in die Partie, wobei die Deutschen aktiver und zielstrebiger als die „Three Lions“ wirkten. Bereits nach fünf Minuten hatte die Löw-Truppe dann ihre erste Riesenmöglichkeit, als Mesut Özil allein vor dem Kasten von David James auftauchte, jedoch mit seinem schwachen rechten Fuß am 39-Jährigen scheiterte. Es folgten einige Minuten Leerlauf, ehe ein weiter Abschlag von Manuel Neuer die verdiente Führung für die deutsche Elf einleitete: Der lange Ball tickte einmal auf, Terry verschätzte sich, Upson verlor das Laufduell gegen Miroslav Klose und der Goealgetter spitzelte den Ball zum 1:0 am verdutzten englischen Torhüter vorbei in die Maschen (20.).

Die junge deutsche Mannschaft übernahm nun ganz klar das Kommando, spielte druckvoll nach vorn und konnte nach 32 Minuten schon das zweite Mal jubeln. Lukas Podolski schloss einen mustergültigen Angriff über Klose und Müller mit einem Flachschuss aus spitzem Winkel ab.

Die Engländer wirkten im Free State Stadion lange Zeit ideenlos und unentschlossen – so halfen die Deutschen in der 37. Minute etwas nach und plötzlich stand es nur noch 1:2. Nach einer Flanke von rechts, stand Boateng zu weit von seinem Gegenspieler, Neuer verschätzte sich und Upson musste aus Nahdistanz nur noch den Kopf hinhalten.

Plötzlich verlor die Mannschaft um Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger die Grundordnung, England drückte und erzielte nur eine Minute nach dem Anschluss sogar den Ausgleich! Frank Lampard zog aus 17 Metern ab, der Ball flatterte an die Lattenunterkannte, von dort ganz klar hinter die Linie, erneut an den Querbalken und anschließend in die Arme des deutschen Schlussmannes. Während die Engländer bereits jubelten, entschied das Schiedsrichtergespann um Jorge Larrionda aus Uruguay unverständlicherweise auf Weiterspielen.

Kurios am „Torklau“: Beim legendären WM-Finale 1966 in Wembley hatte Geoff Hurst die Führung zum 3:2 ebenfalls mit einem Schuss an die Lattenunterkante erzielte – damals soll der Ball jedoch nicht drin gewesen sein und trotzdem wurde der Treffer gegeben. 44 Jahre fällt der Treffer in Bloemfontein parktisch umgekehrt – der Ball ist drin und der Schiedsrichter gibt kein Tor.

In Hälfte zwei bemühten sich die Engländer nochmals und hatten durch Steven Gerrard eine „halbe Chance“ zu Ausgleich, doch als die Mannschaft von Fabio Capello die Abwehr lockerte und versuchte die Offensivbemühungen zu forcieren, wurde sie eiskalt ausgekontert.Zunächst traf Thomas Müller nach schönem Zuspiel von Schweinsteiger (67.) und drei Minuten später war es wieder der Youngster, der einen wunderschönen Gegenangriff nach Pass von Özil zum 4:1 abschloss.

Nach dem Spiel herrschte bei den Deutschen überschwängliche Freude: „Es freut uns, dass in Deutschland alle feiern können. Wir haben in der Kabine das eine oder andere Bier getrunken. Mehr nicht, denn wir haben ja das Viertelfinale vor der Brust. Der Sieg gibt uns dafür viel Mut“, sagte Philipp Lahm nach der Partie.

Der Großteil der Engländer haderte mit dem Schiedsrichter – Mannschaftskapitän Steven Gerrard fand jedoch auch deutliche Worte in Richtung seiner Kollegen: „Die Deutschen waren die bessere Mannschaft. Sie haben hochverdient gewonnen. Wir waren individuell nicht gut genug. Das nicht gegebene Tor ist keine Entschuldigung. Ich stelle mich nicht hier hin, um zu sagen, wir hätten nur verloren, weil der Schiedsrichter das Tor nicht gegeben hat.“

Aufstellung Deutschland: Neuer, Lahm, Mertesacker, Friedrich, Boateng, Khedira, Schweinsteiger, Müller (ab 72. Trochowski), Özil (ab 83. Kießling), Podolski, Klose (ab 72. Gomez)

Aufstellung England: James, Johnson (ab 87. Wright-Phillips), Upson, Terry, Ashley Cole, Milner (ab 64. Joe Cole), Lampard, Barry, Gerrard, Rooney, Defoe (ab 71. Heskey)

Tore: 1:0 Klose (20.), 2:0 Podolski (32.), 2:1 Upson (37.), 3:1, 4:1 Müller 4:1 (67., 70.)

24. Juni 2010

Özil ballert Deutschland ins Achtelfinale! Serbien und Australien raus

Category: Gruppe D,Spielberichte,deutsche Nationalmannschaft – Autor: philip – 10:12

Ghana – Deutschland 0:1 (0:0) ** Australien – Serbien 2:1 (0:0)

In einem wahren Zitterspiel hat die deutsche Nationalmannschaft Ghana mit 1:0 geschlagen und sich damit als Tabellenerster der Gruppe D für das Achtelfinale qualifiziert, wo es nun zum Hammer-Duell gegen England kommt. Das goldene Tor für die die Löw-Truppe erzielte Mesut Özil mit einem Knaller aus 20 Metern. Da die aufopferungsvoll kämpfenden Australier gleichzeitig Serbien mit 2:1 besiegten, zogen auch die Afrikaner als Zweiter in die K.o.-Runde ein. Sie treffen auf die Vereinigten Staaten.

Aufstellung Ghana: Kingson, Pantsil, Jonathan Mensah, John Mensah, Sarpei, Annan, K. Boateng, Ayew (ab 92. Adiyiah), Asamoah, Tagoe (ab 64. Muntari), Gyan (ab 82. Amoah)

Aufstellung Deutschland: Neuer, Lahm, Mertesacker, Friedrich, J. Boateng (ab 73. Jansen), Müller (ab 67. Trochowski), Khedira, Schweinsteiger (ab 81. Kroos), Podolski, Özil, Cacau

Tore: 0:1 Özil (60.)

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Aufstellung Australien: Schwarzer, Wilkshire (ab 82. Garcia), Beauchamp, Neill, Carney, Culina, Valeri (ab 66. Holman), Emerton, Cahill, Bresciano (ab 66. Chipperfield), Kennedy

Aufstellung Serbien: Stojkovic, Ivanovic, Vidic, Lukovic, Obradovic, Stankovic, Kuzmanovic (ab 77. Lazovic), Ninkovic, Krasic (ab 62. Krasic), Jovanovic, Zigic (ab 67. Pantelic)

Tore: 1:0 Cahill (69.), 2:0 Holman (73.), 2:1 Pantelic (84.)

19. Juni 2010

Presse-Echo: “Undiano und Podolski töten Deutschland”

Category: Allgemein,Gruppe D,deutsche Nationalmannschaft – Autor: philip – 13:14

Die deutsche Niederlage gegen Serbien hat auch in der Presse für ein breites Echo gesorgt – hier ein paar Auszüge:

Kicker: „Podolski scheitert vom Punkt – Die deutsche Nationalelf ist wieder auf dem Boden der Tatsachen gelandet.“

BILD-Zeitung: „So ein Sch…! Jetzt müssen wir vor Ghana zittern. So hat der Bundestrainer lange nicht mehr getobt. Rasend vor Wut, zwei Mal mit der Hand abwinkend marschierte Joachim Löw (50) nach dem Abpfiff der bitteren 0:1-Pleite gegen Serbien sofort in die Kabine. Sauer auf die Mannschaft. Sauer auf den Schiri. Und sauer auf sich selbst?“

Süddeutsche Zeitung: „Dämpfer für die Deutschen. Der Tag, an dem alles schiefläuft: Klose sieht Gelb-Rot, Khedira trifft nur die Latte und Podolski verschießt einen Elfmeter. Das 0:1 gegen Serbien versetzt den deutschen Ambitionen einen Dämpfer – und setzt die Löw-Elf nun unter Druck.“

Spiegel: „Bittere Pleite für Deutschland gegen Serbien – Chancen für den Ausgleich gab es zu Genüge, doch diesmal trafen die Stürmer nicht.“

Abendzeitung: „Deutschland zittert um den Einzug ins Achtelfinale. Hochgejubelt, tief gefallen: Beim 4:0 zum WM-Auftakt gegen Australien waren Miroslav Klose und Lukas Podolski noch die gefeierten Helden – beim 0:1 (0:1) gegen Serbien übernahmen sie jetzt ungewollt die Rolle der Sündenböcke.“

Blic (Serbien): „Sieg für die Geschichte: Deutschland ist gefallen, es gibt Hoffnung für die Adler.“

Press (Serbien): „Serbischer Blitzkrieg! Auf Wiedersehen, Deutschland!“

As (Spanien): „Undiano und Podolski töten Deutschland. Der Schiedsrichter verwies rigoros Klose nach 36 Minuten des Feldes und ignorierte einen Strafstoß an Mario Gomez in der Nachspielzeit. Podolski verschoss einen Strafstoß und vergab zwei weitere Großchancen zum Ausgleich.“

Marca (Spanien): „Die Herausstellung von Klose in der 36. Minute brachte Deutschland in Bedrängnis. Jovanovic machte kurz vor der Pause das einzige Tor. Die Deutschen, die zu jeder Zeit überlegen waren, müssen jetzt gegen Ghana das Achtelfinale klar machen.“

El País (Spanien): „Serbien schafft die Überraschung gegen eine deutsche Mannschaft, die nach der Herausstellung durch den Spanier Undiano früh Klose verlor und später einen Strafstoß durch Podolski verschoss. Nicht nur Spanien kommt unvorhergesehen aus der Spur. Auch die deutsche Maschinerie ist fähig, sich einige Tage nach dem fulminanten Auftritt gegen Australien, festzufahren. Bei dieser WM ist niemand sicher.“

Daily Mirror (England): „So, wir können alle erleichtert aufatmen. Auch Deutschland ist fehlbar. Das Land, das auf seine berühmte Kraft und Effizienz stolz ist, und eigentlich nie einen Elfmeter verschießt, ist plötzlich verwundbar. Vor dem Spiel gegen Algerien hätten die englischen Spieler vor Deutschland keine Angst haben müssen.“

The Sun (England): „Ein demütigende Pleite, ein verschossener Elfmeter und ein Platzverweis. Deutschland war träge, nicht aggressiv. Nach einem vielversprechenden Start wurden sie von Milos Krasic auf dem rechten Flügel terrorisiert“

Blick (Schweiz): „Klose, das ging in die Hose! 0:1-Pleite von Deutschland gegen Serbien! Klose sieht Rot, Podolski trifft aus elf Metern das Tor nicht. Ist es schon wieder vorbei mit dem deutschen Spaß-Fussball?“

Der Standard (Österreich): „Serbien holt Deutsche wieder auf den Boden. Ein Tor von Jovanovic brachte in gut gewürzter Partie in Port Elizabeth die Entscheidung. Podolski vergab einen Elfmeter, Klose ausgeschlossen – Löw verwirrt“

Gazzetta dello sport (Italien): „Deutschland, ein verhexter Nachmittag. Serbien gewinnt und schwenkt wieder auf Kurs.“

16. Juni 2010

Jogis Jungs vorn! Die “WM-Tabelle” nach dem ersten Spieltag

Category: Allgemein,Mannschaften,deutsche Nationalmannschaft – Autor: philip – 17:40

Der erste Spieltag der Vorrunde ist gespielt und außer der deutschen Mannschaft konnte bisher keiner der Top-Favoriten wirklich überzeugen. So ist es auch nicht verwunderlich, dass die Löw-Truppe im direkten Vergleich aller 32 Mannschaften auf Platz eins liegt.

  1. Deutschland – 3 – 4:0
  2. Holland – 3 – 2:0
  3. Südkorea – 3 – 2:0
  4. Brasilien – 3 – 2:1
  5. Argentinien – 3 – 1:0
  6. Chile – 3 – 1:0
  7. Ghana – 3 – 1:0
  8. Japan – 3 – 1:0
  9. Schweiz – 3 – 1:0
  10. Slowenien – 3 – 1:0
  11. England – 1 – 1:1
  12. Italien – 1 – 1:1
  13. Mexiko – 1 – 1:1
  14. Neuseeland – 1 – 1:1
  15. Paraguay – 1 – 1:1
  16. Slowakei – 1 – 1:1
  17. Südafrika – 1 – 1:1
  18. Uruguay – 1 – 0:0
  19. USA – 1 – 1:1
  20. Elfenbeinküste – 1 – 0:0
  21. Frankreich – 1 – 0:0
  22. Portugal – 1 – 0:0
  23. Nordkorea – 0 – 1:2
  24. Algerien – 0 – 0:1
  25. Honduras – 0 – 0:1
  26. Kamerun – 0 – 0:1
  27. Nigeria – 0 – 0:1
  28. Serbien – 0 – 0:1
  29. Spanien – 0 – 0:1
  30. Dänemark – 0 – 0:2
  31. Griechenland – 0 – 0:2
  32. Australien – 0 – 0:4

Anmerkung: Bei Punkt- und Torgleichheit wurde die Platzierung in alphabetischer Reihenfolge vorgenommen.

Jaaa! Feuerwerk der deutschen Elf gegen Australien

Category: Allgemein,Gruppe D,Spielberichte,deutsche Nationalmannschaft – Autor: philip – 12:16

Deutschland – Australien 4:0 (2:0)

In einem zeitweise berauschenden Spiel hat eine überragende deutsche Mannschaft am Dienstagabend in Durban Australien mit 4:0 (2:0) besiegt. Die Tore für die jüngste deutsche Auswahl seit 1934 erzielten Lukas Podolski, Miroslav Klose, Thomas Müller und Cacau. Bei den desolaten “Socceroos” sah Superstar Tim Cahill nach 56 Minuten die Rote Karte.

Aufstellung Deutschland: Neuer, Lahm, Mertesacker, A. Friedrich, Badstuber, Khedira, Schweinsteiger, T. Müller, Özil (74. Gomez), Podolski (ab 81. Marin), Klose (68. Cacau)

Aufstellung Australien: Schwarzer, Wilkshire, Neill, C. Moore, Chipperfield, Emerton  (ab 74. Jedinak), Valeri, Grella (ab 46. Holman), Culina, Garcia  (ab 64. Rukavytsya), T. Cahill

Tore 1:0 Podolski (8.), 2:0 Klose (26.), 3:0 T. Müller (68.), 4:0 Cacau (70.)