Wie funktioniert die WM-Endrunde?

Im Laufe der Geschichte hat sich der Austragungsmodus der Fußball-Weltmeisterschaftsendrunde mehrfach verändert. Der für die WM 1998 in Frankreich eingeführte Modus ist heute weiter gültig.

Die 32 Nationalmannschaften werden zunächst auf acht Gruppen á vier Teams aufgeteilt, wobei nicht nur das Zufallsprinzip entscheidet, sondern vorab eine Sortierung der Lostöpfe nach regionalen Kriterien und nach einer Setzliste der FIFA vorgenommen wird. Damit soll einerseits verhindert werden, dass die Top-Favoriten schon in der Gruppenphase aufeinander treffen – andererseits wird dafür gesorgt, dass den einzelnen Gruppen auch Mannschaften unterschiedlicher Kontinente angehören.

In der Gruppenphase bestreitet jedes Team drei Spiele („Jeder gegen Jeden“), wobei ein Sieg drei Punkte und ein Unentschieden einen Punkt einbringt. Die beiden Gruppenersten ziehen in die nächste Runde ein – bei Punktgleichheit wird nach folgenden Kriterien ermittelt, wer der Besserplatzierte ist: 1. Tordifferenz, 2. Anzahl der erzielten Tore, 3. direkter Vergleich, 4. Losentscheid.

Im Anschluss an die Gruppenphase geht es im K.o.-System weiter – das heißt, der Sieger der jeweiligen Begegnung zieht in die nächste Runde ein, der Verlierer scheidet aus dem Turnier aus. Sollte nach Ablauf der neunzig Minuten eine Partie keinen Sieger haben, gibt es eine Verlängerung, die zwei Mal 15 Minuten beträgt. Erzielt auch in der Verlängerung keine Mannschaft mehr Tore als die andere, fällt die Entscheidung in einem Elfmeterschießen.

Am Achtelfinale nehmen 16 Mannschaften teil, wobei jeder Erste der Gruppenphase gegen den Zweiten einer anderen Gruppe spielt.

Die Sieger spielen anschließend in vier Partien das Viertelfinale aus, anschließend folgen das Halbfinale und schließlich die Finalbegegnung. Das Spiel um Platz drei, dass die Halbfinalverlierer bestreiten, wird auch gern als „kleines Finale“ bezeichnet.