Organisationen des Weltfußballs - FiFa Präsidenten

Seit der Gründung der FIFA (1904) bis heute standen acht Präsidenten an der Spitze des Weltfußballverbandes.

Robert Guérin (1876-1952)

Der Franzose hatte von 1904 bis 1906 die Präsidentschaft der FIFA inne. Er war eine der treibenden Kräfte bei der Gründung der FIFA.

Daniel Burley Woolfall (1852-1918)

Dem Engländer, der von 1906 bis 1918 an der Spitze der FIFA stand, ist die Vereinheitlichung des Regelwerks und die Vereinbarung fester Definitionen für Länderspiele zuzuschreiben.

Jules Rimet (1873-1956)

Der französische Funktionär, nach dem später der WM-Pokal benannt wurde, hielt über 33 Jahre die Zügel der FIFA in seinen Händen (1921-1954). Unter seiner Präsidentschaft wurde die erste Fußball-WM ausgetragen und die Anzahl der Mitgliedsverbände vervierfachte sich auf 85.

Rodolphe William Seeldrayers (1876-1955)

Der langjährige Vize-Präsident der FIFA übernahm 1954 das Amt von Jules Rimet. Der Belgier feierte noch das 50-jährige Jubiläum des Weltverbandes, ehe er im darauffolgenden Jahr verstarb.

Arthur Drewry (1891-1961)

Der Vorsitzende der englischen Liga und des Fußballverbandes war sechs Monate Interimspräsident der FIFA – erst 1956 wurde er offiziell zum Präsidenten gewählt. In seiner Amtszeit (1955-1961) trieb er Rimets Bemühungen voran, die britischen Verbände nach 1946 wieder einzugliedern.

Stanley Rous (1895-1986)

Der erfahrende Schiedsrichter und Geschäftsführer der FA hatte entscheidenden Anteil an der Rückkehr der britischen Verbände in die FIFA. Während seiner Präsidentschaft (1961-1974) entwickelte sich die FIFA-WM zu einem internationalen Fernsehereignis.

João Havelange (1916-)

Unter der Ägide des Brasilianers (1974-1998) fand ein tiefgreifender Umbruch in der FIFA statt. Besonders auf dem Gebiet der Vermarktung und Kommerzialisierung des Weltfußballs setzte er neue Maßstäbe – darüber hinaus steigerte er die WM-Beteiligung von Teams aus Asien, Afrika und der CONCACAF-Zone. Ebenso rief Havelange Entwicklungsprogramme sowie neue Turniere im Frauen- und Nachwuchsbereich ins Leben. Insgesamt wuchs der Verwaltungsapparat der FIFA auf mehr als das Zehnfache an.

Joseph S. Blatter (1936-)

Seit 1998 steht der Schweizer, der zuvor bereits 23 Jahre für den Weltfußballverband tätig war, an der Spitze der FIFA. Er hat an die Grundlinien seines Vorgängers angeknüpft, jedoch zunehmend auch die humanitäre Seite der Organisation gestärkt, SOS-Kinderdörfer unterstützt und UNICEF als Partner gewonnen. Nach seiner Wiederwahl (2002) hat „Sepp“ Blatter die Weltmeisterschaft weiter entwickelt sowie die WM-Turniere im Beach Soccer und Futsal installiert.

 

Links zum Thema

 Literatur zum Thema

  • Christiane Eisenberg, Pierre Lanfranchi, Tony Mason, Alfred Wahl: FIFA 1904-2004 : 100 Jahre Weltfußball. Die Werkstatt Verlag 2004
  • http://www.amazon.de/100-Jahre-Weltfu%C3%9Fball-FIFA-1904-2004/dp/3895334421/ref=sr_1_7?ie=UTF8&s=books&qid=1270467383&sr=1-7