Geschichte des Weltfußballverbandes
Am 21. Mai 1904 wurde die FIFA in einem Pariser Hinterhaus ins Leben gerufen. Gründungsmitglieder waren die Fußballverbände Frankreichs, Belgiens, Dänemarks, der Niederlande, Schwedens der Schweiz sowie der Madrid Football Club, der Spanien repräsentierte. Auf dem ersten Kongress wurde der Franzose Robert Guérin als Präsident gewählt – er gilt zusammen mit dem Niederländer Carl Anton Wilhelm Hirschmann zu den Gründervätern der FIFA.
Der Deutsche Fußball-Bund erkläre noch am Gründungstag telegrafisch seinen Beitritt, England, Wales, Schottland und Irland konnten erst im April 1905 von einer Mitgliedschaft überzeugt werden. Mit dem Eintritt nichteuropäischer Verbände wie Südafrika (1909), Argentinien (1912) Chile (1913) und den USA begann die weltumspannende Tätigkeit der FIFA.
Das erste bedeutende Fußball-Turnier unter Beteiligung der FIFA fand im Rahmen der Olympischen Spiele 1908 in London statt und 22 Jahre später, am 18. Juli 1930, startete in Uruguay schließlich die erste Fußball-Weltmeisterschaft der Geschichte. Damit brach eine neue Ära des Fußballs an!
Überhaupt erlebte die FIFA seit dem Amtsantritt des Franzosen Jules Rimet (1921) einen ungeheuren Aufschwung. Trotz der Wirren des Zweiten Weltkrieges stieg die Anzahl der Mitgliedsverbände unter seiner Präsidentschaft von zwanzig auf 85 (bis 1954).
Seine Nachfolger – der Belgier Rodolphe William Seeldrayers (1954-1955) sowie die Engländer Arthur Drewry (1955-1961) und Stanley Rous (1961-1974) – konsolidierten die Arbeit der FIFA, konnten jedoch nie so bedeutende Akzente setzen wie Rimet. Erst mit der Wahl von Dr. João Havelange wurde ab 1974 ein neues Kapitel in der Geschichte der FIFA eingeläutet: Er schaffte es, neue Ideen durchzusetzen und aus dem statischen Verwaltungsapparat ein „dynamisches Unternehmen“ zu formen. Seit 1998 steht Joseph S. Blatter an der Spitze des Weltfußballverbands. Zu seinen größten Errungenschaften zählen die Aufstockung der Teilnehmer der Fußball-WM sowie die Stärkung der sozialen und humanitären Seite der Organisation – heute ist beispielsweise UNICEF Partner der FIFA.