AFC - Asian Football Confederation

Asian Football Confederation (AFC - Asiatische Fußball-Konföderation)

  • Gründung: 8. Mai 1954 in Manila (Philippinen)
  • Mitglieder: 47 Verbände von Ländern und Gebieten (seit 2006 mit Australien)
  • Homepage: http://www.the-afc.com

Entstehung der AFC

Im Vorfeld der Asienspiele 1958 in Japan kam es zu einem Treffen von Repräsentanten der zwölf asiatischen Fußballverbände: Afghanistan, Burma, China, Hong Kong, Indien, Indonesien, Japan, Korea, Pakistan, Philippinen, Singapur und Südvietnam. Bei dieser Zusammenkunft wurde die Gründung der „Asian Football Confederation“ (AFC) beschlossen, deren erster Präsident Man Kam-Ioh aus Hong Kong wurde. Die Anerkennung der FIFA erfolgte am 21. Juni 1954.

Der Verband befasste sich zunächst vornehmlich mit der Organisation des Spielbetriebs zwischen den Nationalmannschaften – erst 1967 breitete er seinen Einflussbereich auf den Vereinsfußball aus und schuf den „Asian Club Championship“, einen internationalen Pokal der Klubs.

Heute existieren unter dem Dach der AFC vier regionale Verbände: WAFF (Westasiatischer Fußball-Verband), EAFF (Ostasiatischer Fußball-Verband) Central and South Football Federation (Zusammenschluss aus zentral- und südasiatischem Fußball-Verband), ASEAN (Südostasiatischer Fußball-Verband).

Wichtigste kontinentale AFC Wettbewerbe

Für Nationalmannschaften:

Der wichtigste kontinentale Wettbewerb für Nationalmannschaften ist der „AFC-Asian-Cup“ – die Asienmeisterschaft der Männer, die seit 1956 aller vier Jahre stattfindet. Sieben Nationen konnten sich bisher den Titel holen: Japan (1992, 2000, 2004), Iran (1968, 1972, 1976), Saudi-Arabien (1983, 1988, 1996), Südkorea (1956, 1960), Irak (2007), Israel (1964), Kuwait (1980). Der Asienmeister qualifiziert sich automatisch für den „Confederations-Cup“.

Daneben existieren noch weitere, weniger bedeutende Wettbewerbe: Die Asienmeisterschaft der Frauen, verschiedener Nachwuchs-Altersklassen sowie im Futsal. Der „AFC Challenge-Cup“ ist ein zusätzlicher Wettbewerb für die Fußball-Entwicklungsländer Asiens.

Für Vereinsmannschaften

Die „AFC Champions League“ ist der bedeutendste Wettbewerb für Vereinsmannschaften in Asien und wird seit der Saison 2002/2003 ausgetragen. Das saudi-arabische Team Al-Ittihad konnte sich bisher als einziger Klub den Titel zwei Mal sichern (2004 und 2005) – 2009 setzte sich mit den Pohang Steelers ein Team aus Südkorea durch.

Im Unterschied zur „UEFA Champions League“ sind nur Teams aus den stärksten Ligen Asiens spielberechtigt – die nächstbesten Klubs spielen den „AFC Cup“ und die schwächsten den „AFC President’s Cup“ aus.

Wichtigste asiatische Ligen

  • J-League (Japan): 1992 gegründet, zwei Divisionen mit insgesamt 36 Klubs
  • K-League (Korea): 1983 gegründet, 14 Klubs
  • Saudi Professional League (Saudi Arabien): 1975 gegründet, 12 Klubs
  • UAE Football League (Vereinigte Arabische Emirate): 1973 gegründet, 12 Klubs
  • Chinese Super League (China): 2004 gegründet, 16 Klubs
  • A-League (Australien): 2004 gegründet, 11 Klubs

Erfolgreichste asiatische Klubs der Geschichte

  • Al-Hilal (Saudi-Arabien): Gewinner des „Asian Club Championship“ 1992 und 2000; Finalist 1987, 1988
  • Al Ittihad (Saudi-Arabien): Gewinner der „AFC Champions League” 2004 und 2005
  • Hapoel Tel Aviv (Israel): Gewinner des „Asian Club Championship“ 1967; Finalist 1970
  • Júbilo Iwata Japan): Gewinner des „Asian Club Championship“ 1999; Finalist 2000 und 2001
  • Maccabi Tel Aviv (Israel): Gewinner des „Asian Club Championship“ 1968 und 1971
  • Pohang Steelers (Südkorea): Gewinner der „AFC Champions League” 2009 und des „Asian Club Championship“ 1997 sowie 1998
  • Suwon Samsung Bluewings (Südkorea): Gewinner der „AFC Champions League” 2001 und 2002
  • Thai Farmers Bank (Thailand): Gewinner des „Asian Club Championship“ 1994 und 1995

Top-Spieler Asiens

Majed Mohammed Abdullah (Saudi-Arabien)

Der „Pelé der Wüste“ erzielte in 140 Länderspielen 72 Tore. Er spielte von 1977 bis 1988 für den Al-Nassr Club und wurde 1984, 1985 und 1986 als Asiens Fußballer des Jahres geehrt. 1994 nahm er an der WM in den USA teil.

Jung Hwan Ahn (Südkorea)

Der Stürmer erlangte durch sein „Golden Goal“ im Achtelfinalspiel der WM 2002 gegen Italien Berühmtheit. Der „David Beckham Koreas“, der in seiner Heimat wie ein Popstar gefeiert wird, versuchte bei mehreren europäischen Vereinen sein Glück (AC Perugia, FC Metz, MSV Duisburg) – 2006 kehrte er in seine Heimat zurück.

Bum Kun-Cha (Südkorea)

Asiens „Fußballer des Jahrhunderts“ war der erste Koreaner, der sich in der Fußball-Bundeliga durchsetzte. 1980 wurde er mit Eintracht Frankfurt und 1988 mit Bayer Leverkusen UEFA-Cup-Sieger. Der Stürmer absolvierte 127 Länderspiele, in denen er 55 Tore erzielte. 1986 spielte er in Mexiko die WM mit Südkorea.

Kim Joo-Sung (Südkorea)

Der Mittelfeldspieler nahm an drei Weltmeisterschaftsendrunden teil (1986, 1990, 1994) und wechselte 1992 zum VfL Bochum, wo er auf 13 Bundesliga- und 21 Zweitligaeinsätze kam. Zwischen 1989 und 1991 war er Fußballer des Jahres in Asien – bei der Wahl zum Fußballer des Jahrhunderts belegte er Rang 2.

Saeed Owairan (Saudi-Arabien)

Der WM-Teilnehmer von 1994 und 1998 spielte 50 Mal für Saudi-Arabien und erzielte dabei 24 Tore. Er wurde 1993 Welttorjäger. Der wohl berühmteste Treffer gelang dem „Wüstenmaradona“ bei der WM in den USA, als er bei einem Solo über den halben Platz vier Belgier düpierte und das Spiel mit seinem Tor entschied. Im selben Jahr wurde er zu Asiens Fußballer des Jahres gewählt.

Hidetoshi Nakata (Japan)

Der kleine Mittelfeldspieler schaffte als erster Japaner den Sprung in die italienische Serie A, wo er für Perugia, AS Rom, AC Parma, Bologna und AC Florenz spielte. Der 77-fache Nationalspieler schoss 11 Tore für sein Land und nahm an zwei Weltmeisterschaften teil (1998 und 2002). Im Alter von 29 Jahren beendete er seine Karriere.

Ali Daei (Iran)

Der groß gewachsene Angreifer ist in seiner Heimat ein Volksheld. Er nahm an zwei WM-Endrunden teil (1998, 2006), war Welttorjäger 1996 und Asiens Fußballer des Jahres 1999. Mit 109 Treffern in 149 Partien im Trikot der Nationalmannschaft ist er der Spieler mit den meisten Länderspieltoren weltweit. In der Bundesliga war er für Arminia Bielefeld, Bayern München und Hertha BSC aktiv.

Keisuke Honda (Japan)

Der torgefährliche Mittelfeldakteur absolvierte 2008 sein erstes Länderspiel für Japan und ist spätestens seit der WM in Südafrika der internationalen Fußballwelt ein Begriff. In der Gruppenphase erzielte er zwei Treffer für die „blauen Samurai“, die sich damit für das Achtelfinale qualifizierten. Der begann seine Profikarriere bei den Nagoya Grampus Eight, ehe 2008 nach Holland zum VVV-Venlo wechselte. Seit Januar 2010 spielt er für den russischen Top-Klub ZSKA Moskau.

WM-Teilnehmer seit 1982

  • 1982: Kuwait
  • 1986: Südkorea, Irak
  • 1990: Südkorea, Vereinigte Arabische Emirate
  • 1994: Südkorea, Saudi-Arabien
  • 1998: Südkorea, Saudi-Arabien, Japan, Iran
  • 2002: Südkorea, Saudi-Arabien, Japan, China
  • 2006: Südkorea, Saudi-Arabien, Japan, Iran
  • 2010: Südkorea, Nordkorea, Japan, Australien
  • Beste Platzierungen bei einer WM:
  • 1966 Nordkorea (Viertelfinale)
  • 1994 Saudi-Arabien (Achtelfinale)
  • 2002 Japan (Achtelfinale)
  • 2002 Südkorea (4. Platz)
  • 2010 Japan, Südkorea (Achtelfinale)

Weltfussball - Die Kontinentalverbände der FIFA

Die FIFA setzt sich aus sechs Kontinentalverbänden zusammen: AFC (Asien), CAF (Afrika), CONMEBOL (Südamerika), CONCACAF (Nord-, Mittelamerika, Karibik), OFC (Ozeanien) und UEFA (Europa).
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UEFA - Union of European Football Associations

Die UEFA ist der europäische Fußball-Kontinentalverband, der aktuell 53 Verbände einzelner Länder oder Gebiete umfasst. Aufgrund von Ausnahmeregelungen befinden sich auch einige territorial nicht Europa zugehörige Nationen in der UEFA, wie z.B. Israel und Armenien.
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AFC - Asian Football Confederation

Im Vorfeld der Asienspiele 1958 in Japan kam es zu einem Treffen von Repräsentanten der zwölf asiatischen Fußballverbände: Afghanistan, Burma, China, Hong Kong, Indien, Indonesien, Japan, Korea, Pakistan, Philippinen, Singapur und Südvietnam.
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CAF - Confédération Africaine de Football

Die Gründung einer Dachorganisation für den afrikanischen Fußball gestaltete sich zunächst schwierig. Das Hauptproblem bestand darin, dass in den 1950er Jahren nur fünf afrikanische Staaten die volle Souveränität besaßen (Ägypten, Äthiopien, Liberia, Libyen, Südafrika) und deshalb auch kaum nationale Fußballverbände existierten, die die FIFA anerkannte.
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