CONCACAF - Confederation of North and Central American and Caribbean Association Football
- Gründung: 1961
- Mitglieder: 40 Landesverbände
- Homepage: http://www.concacaf.com
Entstehung der CONCACAF
Vorläufer der CONCACAF waren die CCCF (Confederación Centroamericano y del Caribe) und die NAFC (North American Football Confederation) – letzterer gehörten nur Mexiko, die USA und Kuba an. Diese Dachverbände führten bis 1961 die Nationenmeisterschaften durch, die für Amateur- und Profispieler offen waren. Auf Initiative der FIFA kam es 1961 schließlich zur Vereinigung der beiden Konföderationen zur Nord- und zentralamerikanischen und karibischen Fußballkonföderation (CONCACAF). 1963 fand schließlich die erste CONCACAF-Meisterschaft statt, bereits ein Jahr zuvor wurde mit dem „CONCACAF Champions‘ Cup“ ein internationaler Vereinswettbewerb der Landesmeister ins Leben gerufen.
An den kontinentalen Wettbewerben und WM-Qualifikationsrunden der CONCACAF nehmen auch die südamerikanischen Staaten Suriname, Guyana und Französisch-Guayana teil, die im Fußball zur Karibik gezählt werden. Auch Territorien größerer Mutterstaaten – wie Puerto Rico (USA) und Guadeloupe (Frankreich) – haben eine eigenständige Mitgliedschaft in CONCACAF und FIFA.
Die CONCACAF gliedert sich in drei große regionale Verbände: NAFU (Nordamerikanische Zone), UNCAF (Zentralamerikanische Zone) und CFU (Karibische Zone).
Wichtigste CONCACAF kontinentale Wettbewerbe
Für Nationalmannschaften
Seit 1991 wird der kontinentale Meister im „CONCACAF Gold Cup“ ausgespielt. Dieser Wettbewerb ging aus dem „CONCACAF Nations Cup“ hervor und findet in der Regel aller zwei Jahre statt. Neben den nord- und zentralamerikanischen sowie den karibischen Nationalmannschaften spielen auf Einladung auch Länder Südamerikas (z.B. Kolumbien, Brasilien) oder sogar Afrikas (Südafrika, 2005) mit. Als Qualifikationsturniere für den „Gold Cup“ werden seit 1989 die Karibikmeisterschaft und seit 1991 der „UNCAF Nations Cup“ (Zentralamerika) ausgetragen – Mexiko, USA und Kanada qualifizieren sich automatisch.
Weitere Wettbewerbe im Verantwortungsbereich der CONCACAF sind die kontinentalen Meisterschaften der Frauen, in verschiedenen Nachwuchs-Altersklassen, im Beachsoccer und im Futsal.
*Für Vereinsmannschaften
2008 ging aus dem „CONCACAF Champions Cup“ die „CONCACAF Champions League“ hervor, die nach europäischem Vorbild organisiert ist und an der 24 Mannschaften teilnehmen. Erster Champions-League-Gewinner wurde 2009 der mexikanische Klub CF Atlante, 2010 holte sich mit CF Pachuca ebenfalls ein Verein aus Mexiko den Titel. Rekordtitelträger in den Landesmeisterwettbewerben sind mit je fünf Titeln der Club América und CD Cruz Azul.
Innerhalb der drei Regionalverbände werden als internationale Vereinswettbewerbe außerdem die „SuperLiga” (Nordamerika), der „CFU Club Championship“ (Karibik) und die „Copa Interclubes UNCAF“ (Zentralamerika) ausgespielt.
Wichtigste CONCACAF Ligen
- Primera División (Mexiko): 1943 gegründet, 18 Klubs
- Primera División de Costa Rica (Costa Rica): 1921 gegründet, 12 Klubs
- Major League Soccer (USA): 1994 gegründet, 16 Klubs
- Erfolgreichste CONCACAF- Klubs der Geschichte
- Club América (Mexiko): Gewinner des „CONCACAF Champions Cup“ 1977, 1987, 1990, 1992, 2006
- CD Cruz Azul (Mexiko): Gewinner des „CONCACAF Champions Cup“ 1969, 1970, 1971, 1996, 1997
- Deportivo Saprissa (Costa Rica): Gewinner des „CONCACAF Champions Cup“ 1993, 1995, 2005; Finalist 2004, 2008
- UNAM Pumas (Mexiko): Gewinner des „CONCACAF Champions Cup“ 1980, 1982, 1989; Finalist 2005
- CF Pachuca (Mexiko): Gewinner des „CONCACAF Champions Cup“ 2002, 2007, 2008; Gewinner der „SuperLiga“ 2007
- LD Alajuelendse (Costa Rica): Gewinner des „CONCACAF Champions Cup“ 1986 und 2004; Finalist 1971, 1992, 1999
Erfolgreichste CONCACAF- Klubs der Geschichte
- Club América (Mexiko): Gewinner des „CONCACAF Champions Cup“ 1977, 1987, 1990, 1992, 2006
- CD Cruz Azul (Mexiko): Gewinner des „CONCACAF Champions Cup“ 1969, 1970, 1971, 1996, 1997
- Deportivo Saprissa (Costa Rica): Gewinner des „CONCACAF Champions Cup“ 1993, 1995, 2005; Finalist 2004, 2008
- UNAM Pumas (Mexiko): Gewinner des „CONCACAF Champions Cup“ 1980, 1982, 1989; Finalist 2005
- CF Pachuca (Mexiko): Gewinner des „CONCACAF Champions Cup“ 2002, 2007, 2008, 2010; Gewinner der „SuperLiga“ 2007
- LD Alajuelendse (Costa Rica): Gewinner des „CONCACAF Champions Cup“ 1986 und 2004; Finalist 1971, 1992, 1999
Top-Spieler der CONCACAF
Hugo Sánchez (Mexiko)
„Hugol” ist in Mexiko so populär wie Franz Beckenbauer in Deutschland. Er absolvierte insgesamt 55 Länderspiele und nahm an drei Weltmeisterschaften teil (1978, 1986, 1994). 1985 und 1986 gewann der Stürmerstar mit Real Madrid den UEFA-Pokal und zwischen 1986 und 1990 schoss er „die Königlichen“ zu fünf Meisterschaften in Folge. Zum Abschiedsspiel von Europas Torschützenkönig des Jahres 1990 kamen im März 1998 100.000 Zuschauer ins Atztekenstadion.
Cuauhtémoc Blanco Bravo (Mexiko)
International bekannt wurde der mexikanische Stürmer bei der WM 2002 durch seinen Trick, den er selbst „cuauhtemiña“ nannte – er klemmte den Ball zwischen seine Füße und hüpfte förmlich an seinen Gegenspielern vorbei. Der trickreiche Offensiv-Allrounder absolvierte bereits über 100 Länderspiele und macht sich Hoffnung auf seine dritte WM-Teilnahme nach 1998 und 2002. 1999 holte er mit Mexiko den „Confederations Cup“ und wurde dabei mit sechs Treffern Torschützenkönig.
Jorge Navarrete Campos (Mexiko)
Der nur 1,75 Meter große Nationaltorhüter Mexikos stach nicht nur wegen seiner überragenden Reflexe heraus, sondern galt auch als einer der „verrücktesten“ Fußballer der neunziger Jahre. Äußerlich fiel der dreifache WM-Teilnehmer (1994, 1998, 2002) durch seine extravagante Bekleidung auf und auf dem Feld wurde er im Verein und auch im Nationalteam immer wieder als Stürmer eingesetzt. Mit seinen 30 Treffern als Feldspieler zählt er zu den torgefährlichsten Torhütern der Fußball-Geschichte.
Landon Donovan (USA)
Der Stürmer aus Kalifornien galt lange als größtes Talent des US-Fußballs und unterzeichnete bereits im Alter von 17 Jahren einen Vertrag bei Bayer 04 Leverkusen. Da er sich in der Bundesliga nicht behaupten konnte, wechselte er zurück in die US-amerikanische Major League Soccer, wo er 2001, 2003 und 2005 den Titel holte. Nach einem kurzen Gastspiel bei Bayern München (2009), zog es ihn 2010 für drei Monate auf Leihbasis zum FC Everton – unter Vertrag steht er jedoch weiter bei Los Angeles Galaxy. Mit der Nationalelf nahm Donovan an drei Weltmeisterschaften (2002, 2006, 2010) teil und gewann 2002, 2005 und 2007 den „CONCACAF Gold Cup“. Seinen wichtigsten Treffer erzielte der US-Boy bei der in der Vorrunde der WM in Südafrika gegen Algerien, als er mit seinem Tor in der Nachspielzeit den Einzug ins Achtelfinale ermöglichte.
David Suazo (Honduras)
Der honduranische Nationalspieler spielt seit 1999 in Italien, wo er schon 2006 zum besten ausländischen Spieler der Liga gekürt wurde. Nach seinem Wechsel zu Inter Mailand (2007) holte „der Panther“ auf Anhieb den italienischen Meistertitel, wobei er mit acht Toren maßgeblich am Gewinn des „Scudetto“ beteiligt war. In den Folgejahren fiel der Stürmer, der über fünfzig Länderspiele absolviert hat, der Personalpolitik von Inter Mailand zum Opfer und wurde zu Benfica Lissabon und zum Ligakonkurrenten FC Genua verliehen.
CONCACAF WM-Teilnehmer seit 1982
- 1982: El Salvador, Honduras
- 1986: Kanada, Mexiko
- 1990: USA, Costa Rica
- 1994: USA, Mexiko
- 1998: USA, Mexiko, Jamaika
- 2002: USA, Mexiko, Costa Rica
- 2006: USA, Mexiko, Costa Rica, Trinidad & Tobago
- 2010: USA, Mexiko, Honduras
Beste Platzierungen der CONCACAF bei einer WM
- 1934 USA (Achtelfinale)
- 1970 Mexiko (Viertelfinale)
- 1986 Mexiko (Viertelfinale)
- 1990 Costa Rica (Achtelfinale)
- 1994 Mexiko, USA (beide Achtelfinale)
- 1998 Mexiko (Achtelfinale)
- 2002 Mexiko (Achtelfinale)
- 2002 USA (Viertelfinale)
- 2006 Mexiko (Achtelfinale)
- 2010 Mexiko,USA (Achtelfinale)