UEFA - Union of European Football Associations

Union of European Football Associations (UEFA – deutsch: Vereinigung Europäischer Fußball-Verbände)

Die UEFA ist der europäische Fußball-Kontinentalverband, der aktuell 53 Verbände einzelner Länder oder Gebiete umfasst. Aufgrund von Ausnahmeregelungen befinden sich auch einige territorial nicht Europa zugehörige Nationen in der UEFA, wie z.B. Israel und Armenien.

Neben den nationalen Dachverbänden gibt es zahlreiche weitere Organisationen, die im Bereich des Fußballs große Relevanz haben und deren Interessen in der UEFA anerkannt und repräsentiert werden – so z.B. die Ligen, Klubs und Spieler. Seit 26. Januar 2007 ist der ehemalige französische Weltklasse-Fußballer Michel Platini Präsident der UEFA. Das Motto der UEFA lautet: „Eine vereinigte europäische Fußballfamilie arbeitet gemeinsam daran, die Freude am Spiel weiterzuentwickeln.“

  • Gründung: 15. Juni 1954 in Basel (Schweiz)
  • Mitglieder: 53 nationale Verbände von Ländern und Gebieten
  • Homepage: http://www.uefa.com/

Entstehung der UEFA

Die UEFA wurde am 15. Juni 1954 in Basel (Schweiz) von 25 anwesenden Verbänden gegründet, ihr Sitz war zunächst in Paris, bis sie 1959 nach Bern umzog. Bereits im April 1955 hob sie den Pokal der europäischen Meistervereine aus der Taufe – nur einen Monat später entstand der Messestädte-Pokal (Vorläufer des UEFA-Pokals bzw. der Europa League). 1960 fand in Frankreich schließlich die erste Europameisterschafts-Endrunde statt, die die Sowjetunion für sich entschied.

In den Folgejahren kam es zum zur Konsolidierung und zum Ausbau der Strukturen der UEFA. Nicht nur die Anzahl der Wettbewerbe, sondern auch die Aufgaben wuchsen: Fortbildungskurse für Schiedsrichter und Trainer wurden eingeführt, die Talentförderung forciert und durch das zunehmende Medieninteresse kam den Vereinbarungen mit Presse und Fernsehen (Übertragungsrechte) eine immer größere Bedeutung zu.

Ab den 90er Jahren sahen sich der europäische Fußball und damit auch die UEFA zahlreichen gravierenden Veränderungen ausgesetzt. Einerseits aufgrund der politischen Ereignisse, andererseits aufgrund der gestiegenen ökonomischen Relevanz des Fußballs, musste die UEFA erneut expandieren. Im Zeitalter von Fernsehübertragungen, Marketing, Sponsoring, Merchandising und neuen globalen Kommunikationsformen war Fußball nicht länger nur ein soziales Phänomen, sondern wurde mehr und mehr ein großes Geschäft, das es als solches zu organisieren galt.

Aufgaben der UEFA

Als Hauptaufgabe begreift die UEFA die Förderung des Fußballsports durch die Organisation und Durchführung der europäischen Wettbewerbe für Klubs und Nationalmannschaften. Das schließt alle Europameisterschaften im Herren- Frauen- und Nachwuchsbereich, den Meridian Cup, die Champions League, die Europa League, den Super Cup sowie den Futsal-Cup ein. Außerdem übernimmt sie die Organisation der Qualifikationsrunden ihrer Zone für die Fußball-WM.

Ein weiteres Augenmerk liegt auf der Weiterbildung der Trainer und Schiedsrichter sowie der Entwicklung des Fußballs als Breitensport. Hier will sich die UEFA noch mehr ihrer sozialen Verantwortung stellen.

Bei der Realisierung dieser Vorhaben spielt natürlich die administrative und ökonomische Komponente eine wichtige Rolle. Deshalb versucht die UEFA die Einnahmen aus Übertragungsrechten, Sponsoring und anderen kommerziellen Verträgen zu optimieren. Außerdem sollen die Beziehungen mit den Mitgliedsverbänden verbessert und neue Rahmenbedingung für die Zusammenarbeit mit Klubs, Ligen und Spielern aufgebaut werden.

Wichtigste kontinentale Wettbewerbe

Für Nationalmannschaften

Der wichtigste kontinentale Wettbewerb für Nationalmannschaften ist die Europameisterschaft, die seit 1960 aller vier Jahre ausgetragen wird. Seit 1996 nehmen insgesamt 16 Mannschaften an der Endrunde teil – 2016 werden 24 Nationen in sechs Gruppen den Pokal ausspielen. Rekordsieger ist Deutschland mit drei Titelgewinnen (1972, 1980, 1996), gefolgt von Spanien und Frankreich mit je zwei.

Daneben existieren noch weitere, weniger bedeutende Wettbewerbe: Die Europameisterschaft der Frauen, verschiedener Nachwuchs-Altersklassen (U17, U19, U21) sowie im Futsal.

Für Vereinsmannschaften

Die „UEFA Champions League“ ist der bedeutendste Wettbewerb für Vereinsmannschaften in Europa und in der Welt. Sie ist der Nachfolger des Landesmeister-Wettbewerbs (1955-1992) und wird unter diesem Logo seit der Saison 1992/93 ausgetragen. Es nehmen in der Gruppenphase 32 Klubs teil. Seit 1955 hat Real Madrid die meisten Titel erringen können (9), der AC Mailand gewann den Pokal sieben und Liverpool fünf Mal. Dahinter folgen Bayern München und Ajax Amsterdam mit je vier Titeln.

Als Nachfolger des Cups der Pokalsieger (1960-1999) und des UEFA-Pokals (1971-2008) wurde 2008 die „Europa League“ geschaffen. Hier treffen 48 Mansnchaften zunächst in der Gruppenphase und anschließend im K.o.-System aufeinander. Rekordsieger sind Inter Mailand, Juventus Turin und der FC Liverpool mit je drei Titeln.

Wichtigste Ligen der UEFA

  • Premier League (England): 1992 gegründet, 20 Klubs
  • Primera División (Spanien): 1929 gegründet, 20 Klubs
  • Serie A (Italien): 1929 gegründet, 20 Klubs
  • Bundesliga (Deutschland): 1963 gegründet, 18 Klubs
  • Ligue 1 (Frankreich): 1932 gegründet (als „Division 1“), 20 Klubs

Erfolgreichste europäische Klubs der Geschichte

Real Madrid (Spanien): Gewinner der „UEFA Champions League“ (bzw. Landesmeister-Cup) 1956-1960, 1966, 1998, 2000, 2002; Gewinner des „UEFA Cup“ 1985, 1986

AC Mailand (Italien): Gewinner der „UEFA Champions League“ (bzw. Landesmeister-Cup) 1963, 1969, 1989, 1990, 1994, 2003, 2007; Gewinner des „Cup der Pokalsieger“ 1968, 1973

FC Liverpool (England): Gewinner der „UEFA Champions League“ (bzw. Landesmeister-Cup) 1977, 1978, 1981, 1984, 2005; Gewinner des „UEFA Cup“ 1973, 1976, 2001

FC Bayern München (Deutschland): Gewinner der „UEFA Champions League“ (bzw. Landesmeister-Cup) 1974, 1975, 1976, 2001; Gewinner des „UEFA Cup“ 1996; Gewinner des „Cup der Pokalsieger“ 1967

Inter Mailand (Italien): Gewinner der „UEFA Champions League“ (bzw. Landesmeister-Cup) 1964, 1965, 2010; Gewinner des „UEFA Cup“ 1991, 1994, 1998

Ajax Amsterdam (Niederlande): Gewinner der „UEFA Champions League“ (bzw. Landesmeister-Cup) 1971, 1972, 1973, 1995; Gewinner des „UEFA Cup“ 1992; Gewinner des „Cup der Pokalsieger“ 1987

Juventus Turin (Italien): Gewinner der „UEFA Champions League“ (bzw. Landesmeister-Cup) 1985, 1996; Gewinner des „UEFA Cup“ 1977, 1990, 1993; Gewinner des „Cup der Pokalsieger“ 1984

Die meisten WM-Teilnahmen:

  1. Deutschland: 17
  2. Italien: 17
  3. England: 13
  4. Frankreich: 13
  5. Spanien: 13
  6. Schweden: 11
  7. Belgien: 11
  8. Serbien (bis 1990 Jugoslawien): 11
  9. Russland (bis 1990 UdSSR): 9
  10. Tschechien (bis 1990 CSSR): 9

Beste Platzierungen bei einer WM:

  • 1934 Italien (Weltmeister)
  • 1938 Italien (Weltmeister)
  • 1954 Deutschland (Weltmeister)
  • 1966 England (Weltmeister)
  • 1974 Deutschland (Weltmeister)
  • 1982 Italien (Weltmeister)
  • 1990 Deutschland (Weltmeister)
  • 1998 Frankreich (Weltmeister)
  • 2006 Italien (Weltmeister)
  • 2010 Spanien (Weltmeister)

Weltfussball - Die Kontinentalverbände der FIFA

Die FIFA setzt sich aus sechs Kontinentalverbänden zusammen: AFC (Asien), CAF (Afrika), CONMEBOL (Südamerika), CONCACAF (Nord-, Mittelamerika, Karibik), OFC (Ozeanien) und UEFA (Europa).
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AFC - Asian Football Confederation

Im Vorfeld der Asienspiele 1958 in Japan kam es zu einem Treffen von Repräsentanten der zwölf asiatischen Fußballverbände: Afghanistan, Burma, China, Hong Kong, Indien, Indonesien, Japan, Korea, Pakistan, Philippinen, Singapur und Südvietnam.
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CAF - Confédération Africaine de Football

Die Gründung einer Dachorganisation für den afrikanischen Fußball gestaltete sich zunächst schwierig. Das Hauptproblem bestand darin, dass in den 1950er Jahren nur fünf afrikanische Staaten die volle Souveränität besaßen (Ägypten, Äthiopien, Liberia, Libyen, Südafrika) und deshalb auch kaum nationale Fußballverbände existierten, die die FIFA anerkannte.
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