Fussball in Südafrika

Die erste Mannschaft Südafrikas, die im Ausland spielte, war jedoch das – aus schwarzen Spielern bestehende Team. Heute ist der Fußball in Südafrika eine der populärsten Sportarten – vor allem bei der schwarzen Bevölkerung steht er an erster Stelle und hat den „weißen Sportarten“ Rugby und Cricket längst den Rang abgelaufen.

Allgemeine Geschichte zum Fussball in Südafrika

Schon gegen Mitte des 19. Jahrhunderts sollen britische Siedler und Soldaten den Fußball nach Südafrika gebracht haben, wobei er sich vor allem in den Kapkolonien schnell verbreitete. Der erste anerkannte Fußballklub, Pietermaritzburg County, wurde 1879 gegründet und setzte sich ausschließlich aus europäischen Einwandereren zusammen, die gegen Auswahlmannschaften der Kolonialtruppen spielten. Am 17. Juni 1882 gründeten vier Vereine – Pietermaritzburg County, Natal Wasps, Durban Alpha und Umgeni Stars – die „Natal Football Association“, den ersten Fußballverband Südafrikas. Kurze Zeit später schwappte die Fußball-Welle auf weitere Regionen über: In Johannesburg wurde die „Transvaal Football Association“ gegründet und der „Transvaal Challenge Cup“ ausgespielt, in der Hafenstadt Port Elizabeth versuchte ein Schotte die Teams zu organisieren und eine Liga ins Leben zu rufen und in Kapstadt hoben zwei Engländer den Verein Pioneers FC aus der Taufe. 1891 richtete die „Western Province Football Association“ schließlich die erste Fußball-Liga, die „Senior League“ ein und nur ein Jahr später wurde der erste nationale Pokal („Currie Cup“), ausgetragen, an dem Auswahlteams der verschiedenen Provinzen teilnahmen.

1892 kam es zur Gründung des Fußballverband Südafrikas, der „South African Football Association“ (SAFA) und bis 1896 traten alle Provinzen mit ihren Verbänden dem Dachverband bei. Obwohl der Fußball zum Sport der schwarzen Bevölkerungsgruppe geworden war, durften nur Weiße, die eigentlich lieber Rugby spielten, Mitglied in der SAFA werden. Aufgrund der Diskriminierung der schwarzen Bevölkerungsmehrheit innerhalb des nationalen Verbandes entstanden sowohl exklusive Organisation für schwarze Fußballer (z.B. 1933 der „South African Bantu FA“ und der „South African Coloured FA“, für Fußballer indischer Abstammung („South African Indian Football Association“), als auch für alle offene Dachverbände wie 1951 die „South African Soccer Federation“. Mit einer Unterbrechung von 1929 bis 1952 gehörte jedoch seit 1910 der die Apartheid unterstützende Fußballverband SAFA der FIFA an – 1956 sprach sich ein FIFA-Gremium unter dem Leitsatz „Ein Land, ein Verband“ nochmals für den rassistisch orientierten SAFA und gegen die SASF aus.

1964 wurde Südafrikas Verband jedoch beim FIFA-Kongress in Tokio wegen seiner Rassenpolitik suspendiert und damit an der Qualifikations-Teilnahme für die WM 1966 in England gehindert. In den siebziger Jahren erfolgte dann auch der formelle Ausschluss und obwohl 1970 mit der „Football Association of South Africa“ (FASA) ein Konkurrenzverband entstanden war, der die schwarze Mehrheit vertrat, blieb Südafrika bis in die neunziger Jahre im Weltfußball isoliert. Erst 1992 nahm die FIFA Südafrika erneut in ihre Reihen auf – nach der Fusion der „schwarzen“ und „weißen“ Verbände sind heute in der „South African Football Association“ (SAFA) alle ethnischen Gruppen des Landes vertreten.

Nationalmannschaft Südafrikas

Ein südafrikanisches Nationalteam formierte sich erstmals Ende des 19. Jahrhunderts als der englische Verein „Corinthians“ gegen eine „weiße“ Auswahl des Landes antrat. Die erste Mannschaft Südafrikas, die im Ausland spielte, war jedoch das – aus schwarzen Spielern bestehende – „Orange Free State Bantu Soccer Team“, das 1898 in England sein Können zeigte. Bei der zweiten Auslandstour einer Fußballmannschaft – einer neunwöchigen Reise nach Südamerika – trat dann aber wieder eine ausschließlich weiße Auswahl an, die Argentinien und Uruguay sensationell besiegte. Bis zum Ausschluss aus der FIFA setzte sich die Nationalmannschaft immer nur aus weißen Spielern zusammen – das letzte Länderspiel vor der sportlichen Isolation wurde gegen Israel bestritten. Erst 1992 kehrte Südafrika mit der Wiederaufnahme in den Afrikanischen Fußballverband (CAF) und in die FIFA auf die Bühne des internationalen Fußballs zurück. Knapp einen Monat später fand in Durban das erste Länderspiel gegen Kamerun statt, das die „Bafana Bafana“ mit 1:0 gewann. Der Spitzname wurde bei diesem Spiel geprägt und spielt auf die Unerfahrenheit der damaligen Auswahl an – es ist ein Zulu-Ausdruck und bedeutet „grüner Junge“. Im Laufe der Jahre hat die Nationalmannschaft schon beachtliche Erfolge erzielt, u.a. die Qualifikation zur WM 1998 und 2002 sowie den Gewinn des Afrika-Cups 1996. Neben der Nationalmannschaft der Männer existieren heute Teams in allen Altersklassen des Frauen- und Herrenbereichs.

Meisterschaft und Klubs in Südafrika

Nachdem bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts regionale und nationale Wettbewerbe stattgefunden hatten, gründeten 1959 zwölf Vereine die erste Profiliga „National Football League“, die ausschließlich Weißen vorbehalten war. Bis in die siebziger Jahre erfreute sich die Liga großer Beliebtheit und lockte zahlreiche Zuschauer an. Aber auch die Partien in den Townships der schwarzen Bevölkerung stießen auf riesiges Interesse, was 1971 die Gründung der „National Professional Soccer League“ – eine Meisterschaft für schwarze Mannschaften – zur Folge hatte. Der erste Meister waren die Orlando Pirates, die – wie einige andere Gründungsmitglieder – noch heute zu den Top-Klubs Südafrikas zählen. Aufgrund des immensen Zuschauerandrangs und der gewaltigen Einnahmen wechselten zahlreiche „weiße“ Fußballklubs 1978 in die NSPL und trugen von da an „gemischte“ Spiele aus. Ab 1985 wurde die nationale Meisterschaft als „National Soccer League“ oder „NSL Castle League“ weitergeführt – seit 1996 wird der Profifußball unter dem Namen „Premier Soccer League“ organisiert. Sie besteht aus der „Premier Division“ (höchste Spielklasse) und der First Division (zweithöchste Spielklasse). Der ersten Liga gehören 16 Mannschaften an, von denen Meister und Vizemeister in der „CAF Champions League“ starten. Der dritte sowie der Pokalsieger qualifizieren sich für den „CAF Confederation Cup“. Die zweite Liga, in der der Meister direkt aufsteigt, ist in zwei Staffeln mit je 8 Vereinen unterteilt – dem „Coastal Stream“ (Küstenregion) und dem „Inland Stream“ (Binnenland). Die erfolgreichsten Vereine der letzten Jahre auf nationaler Ebene sind Supersport United, Mamelodi Sundowns, Kaizer Chiefs, Orlando Pirates und Santos Cape Town.

In den internationalen Klubwettbewerben liegt der letzte große Erfolg jedoch weit zurück: 2001 gewannen die Kaizer Chiefs den „African Winners’ Cup“ und 1995 holten die Orlando Pirates die „CAF Champions League“ sowie 1996 den „CAF Super Cup“. Der bestplatzierte Verein in der afrika-internen Klubwertung ist Mamelodi Sundowns FC auf Platz zehn.

WM Gastgeberland Südafrika

Die Republik Südafrika (Republic of South Africa) ist ein Staat am südlichen Rand des afrikanischen Kontinents, der sich zwischen 22,5 und 34,0 Grad südlicher Breite sowie 16,5 und 32,5 Grad östlicher Länge erstreckt. Das Land weist eine Fläche von 1.219.912 km².
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Südafrika Geografie

Man unterscheidet in Südafrika drei charakteristische Landschaftszonen: Das Binnenhochland („Highveld“), die schmalen Küstenebenen („Lowveld“) und das Kalaharibecken. Das Highvelt ist ein riesiges Zentralplateau, dass auf 900 bis 2.000 Metern Höhe liegt und von der Karoo-Steppe – einer Hochebene mit einzelnen Höhenzügen und Inselbergen – geprägt ist.
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Südafrika Geschichte

Obwohl der portugiesische Seefahrer Bartholomeu Diaz bereits 1488 das „Kap der guten Hoffnung“ umschiffte und in Mossel Bay landete, gilt erst das Jahr 1652 als Beginn der modernen Geschichtsschreibung Südafrikas. Am 6. April betrat der Offizier der Holländisch-Indischen Handelskompanie (niederländisch: Vereenigde Oostindische Compagnie, VOC), Jan van Riebeeck.
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Südafrika Wirtschaft

Obwohl die ländlichen Gebiete Südafrikas eher den ökonomischen Standard von Entwicklungsländern aufweisen, wird Südafrika bereits seit den siebziger Jahren als Industriestaat eingestuft und folglich nicht nur Dritten Welt gezählt. Neben dem starken Dienstleistungssektor (64% des BSP) wird die südafrikanische Wirtschaft vom Industriesektor (32% des BSP) und der Landwirtschaft getragen.
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Fussball in Südafrika

Heute ist der Fußball in Südafrika eine der populärsten Sportarten – vor allem bei der schwarzen Bevölkerung steht er an erster Stelle und hat den „weißen Sportarten“ Rugby und Cricket längst den Rang abgelaufen. Ein südafrikanisches Nationalteam formierte sich erstmals Ende des 19. Jahrhunderts als der englische Verein „Corinthians“ gegen eine „weiße“ Auswahl des Landes antrat.
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Südafrika Kurz & Knapp

Gastgeberland Südafrika Kurz & Knapp.
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