Südafrika Kurz & Knapp
Aids
In keinem Land der Erde sind so viele Menschen an Aids erkrankt, wie in Südafrika. Insgesamt 5,3 Millionen Menschen sind mit dem HI-Virus infiziert – das ist ein Anteil von 21,3 Prozent der Gesamtbevölkerung zwischen 15 und 49 Jahren. Insgesamt starben bisher 370.000 Personen an dem Virus.
Amtssprachen
Die Amtssprachen in Südafrika lauten: Englisch, Afrikaans, Ndebele, Nordsotho, Südsotho, Setswana, Swati, Tsonga, Venda, Xhosa und Zulu. 39,3 Prozent der weißen Bevölkerung sprechen Englisch und 59,1 % Afrikaans als Muttersprache. Dem gegenüber stehen nur 1,2 Prozent aller Schwarzen, die diese beiden Sprachen zu Hause sprechen – die restlichen Sprachen werden von der dunkelhäutigen Bevölkerung gesprochen.
Apartheid
Der Begriff „Apartheid“ (Afrikaans: Getrenntheit) bezeichnet eine Politik der konsequenten institutionellen Rassentrennung in Südafrika. Diese setzte bereits Anfang des 20. Jahrhunderts ein und hatte ihre Hochphase von 1940 bis zum Ende der achtziger Jahre. Seit 1994 gilt die Apartheid als beendet.
Hauptstadt & Regierungssitz
Pretoria ist Hauptstadt Südafrikas und zugleich Hauptstadt der Provinz Gauteng. In der flächenmäßig größten Stadt des Landes leben knapp 1,9 Millionen Menschen. Der Sitz des Parlaments befindet sich allerdings in Kapstadt. In der mit fast 3,5 Millionen Einwohnern drittgrößten Stadt Südafrikas sitzt zudem von Januar bis Juni die Regierung.
Nelson Mandela
Nelson Rolihlahla Mandela wurde am 18. Juli 1918 in Mvezo in Südafrika geboren. Er absolvierte ein Jurastudium an der Witwatersrand-Universität in Johannesburg, arbeitete als Rechtsanwalt und engagierte sich früh im ANC, wo er ab 1952 einer der führenden Köpfe der Widerstandskampagne gegen die Politik der Rassentrennung war. Mandela, seit 1961 Anführer des bewaffneten Flügels des ANC, wurde 1962 verhaftet und zwei Jahre später zu lebenslanger Haft verurteilt. Nach 27 Jahren kam der Anti-Apartheid-Kämpfer frei und wurde schließlich 1994 zum ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas gewählt. 1993 erhielt Nelson Mandela den Friedensnobelpreis.
Musik
Die bis heute bekannteste Vertreterin südafrikanischer Musik ist Miriam Makeba (1932–2008), die 1967 mit dem Song „Pata Pata“ einen Welthit landete. Bereits in den fünfziger Jahren entstand Kwelamusik, aus der sich später der Cape Jazz entwickelte. Auch der spezielle südafrikanische Musikstil, Kwaito, hat heute Bekanntheit erlangt.
Nützliche Fakten
- Internet-TLD: .za
- KFZ-Kennzeichen: ZA
- Telefonvorwahl: +27
- Zeitzone: UTC+2
Religionen
Mit etwa 68 Prozent ist das Christentum die größte Glaubensgemeinschaft Südafrikas – davon sind sieben Millionen Einwohner evangelisch, 2,3 Millionen römisch-katholisch und 2,2 Millionen gehören zur Pfingstbewegung. Nur ein kleiner Prozentsatz gehört den Glaubensrichtungen der Hindus oder Muslime an. In Südafrika existieren zudem noch etwa 3.000 bis 4.000 „Schwarze unabhängige Kirchen“, zu denen bis zu sieben Millionen Gläubige gehören sollen, sowie zahlreiche Sekten, darunter auch Scientology.
Währung
Das Zahlungsmittel in Südafrika heißt Rand (R) – ebenso wird die Währungseinheit in Namibia, Swasiland und Lesotho verwendet. Ein Rand entspricht einhundert Cent und seine offizielle Abkürzung laut ISO-Währungscode lautet „ZAR“. Umgangssprachlich wird er auch als „Buck“ bezeichnet. Insgesamt existieren fünf Banknoten (10, 20, 50, 100, 200 R) und sieben Münzen (5, 10, 20, 50 Cent sowie 1, 2, 3 R). Der Rand wurde mit der Gründung der Republik von Südafrika 1961 eingeführt. Momentan liegt der Wechselkurs bei etwa 9,5 Rand für einen Euro.
Wein
Der südafrikanische Wein hat eine lange Tradition und genießt nicht zu Unrecht einen exzellenten Ruf. Bereits Mitte des 17. Jahrhunderts gelangten die ersten Rebstöcke aus Frankreich nach Südafrika und 1659 wurde hier der erste Wein gekeltert. Heute produzieren über vierhundert Güter, die sich vornehmlich am Westkap befinden, fast 4.000 verschiedene Weine – die bekanntesten Sorten sind Stellenbosch, Paarl, Franschhoek, Buitenverwachting, Groot Constantia und Constantia. Der Weinexport hat sich von 1994 bis 2006 beinahe vervierfacht.