Die „Hand Gottes“

Am 22. Juni 1986 fand im Aztekenstadion in Mexiko-Stadt ein WM-Viertelfinale statt, das in die Geschichte eingehen sollte. Die kompakten Engländer trafen vor 114.580 Zuschauern auf das spielstarke Argentinien, das als Favorit in die Partie ging. Nachdem Hälfte eins torlos geblieben war, fasste sich Diego Maradona in der 51. Minute ein Herz, ließ Glenn Hoddle stehen und versuchte an der Strafraumgrenze einen Doppelpass mit seinem Stürmerkollegen Jorge Valdano. Dieser misslang zwar gründlich aber der Querschläger des englischen Verteidigers Steve Hodge, der dazwischen gegangen war, flog im hohen Bogen in Richtung des eigenen Torhüters.

Der 1,83 Meter große Schlussmann der Engländer, Peter Shilton, eilte heraus, um das Leder abzufangen, aber auch der 17 Zentimeter kleinere Maradona schraubte sich in die Luft und beförderte – zur Überraschung aller – mit einer blitzschnellen Bewegung den Ball ins Tor. Die Fernseh- und Radiokommentatoren überschlugen sich förmlich mit ihren langgezogenen „Gooool“-Rufen und der argentinische Spielmacher ließ sich feiern und hüpfte vor Freude. Die Engländer umlagerten hingegen den Schiedsrichter und reklamierten Handspiel, doch Ali Bennaceur aus Tunesien entschied sah Maradona mit dem Kopf am Ball und entschied auf Tor – 1:0 für Argentinien!

Auch wenn die Fernsehbilder bestätigten, dass es ein irreguläres Tor war, nützten die Proteste der englischen Spieler und Funktionäre nichts – die Tatsachenentscheidung des Schiedsrichters, der freie Sicht auf den 30 Meter entfernten Luftkampf hatte, stand fest. Diego Maradona schilderte die Situation nach dem Spiel vor laufenden Kameras wie folgt: „Der Ball kam geflogen. Shilton und ich sind hochgesprungen. Da habe ich die Augen zu gemacht. Es war ein bisschen die Hand Gottes und ein bisschen Maradonas Kopf.“ Der Begriff „La mano de dios“ – die Hand Gottes – ist seitdem eng mit seinem Namen verknüpft. Reue zeigte „Diegíto“ selbst erst sehr spät: 2008 sagte er in einem Interview der Boulevardzeitung „The Sun“: „Wenn ich eine Zeitreise machen könnte und die Geschichte umschreiben, ich würde es tun. Aber ich kann es nicht. Das Tor ist immer noch ein Tor. Wir wurden Weltmeister, und ich war der beste Spieler der Welt.“

Dass Maradona im gleichen Spiel, nur wenige Minuten später, eines der spektakulärsten Tore der WM-Geschichte erzielte, ging aufgrund des Skandals beinahe unter. Er hatte sich den Ball hinter der Mittellinie geschnappt, die komplette englische Hintermannschaft bei seinem Sololauf wie Slalomstangen stehen gelassen und eiskalt vollstreckt. Damit war das Spiel entschieden. Mannschaftskollege Valdano verteidigte den Kapitän nach dem Treffer auf eine recht spezielle Art: „Diego ist so groß, dass er mit der Last dieses irregulären Tores nicht leben konnte, deshalb hat er gleich noch ein zweites geschossen.“

 

Die WM 1958 im TV - alles nur Show?

Die erste Fußball-Weltmeisterschaft, bei der weltweit eine Vielzahl von Begegnungen vom Fernsehen gezeigt wurde, war die WM 1958 in Schweden. Schon damals hatten jedoch nicht die TV-Anstalten, sondern der Weltfußballverband die Hoheit über die Übertragung – die FIFA legte fest, was, wann und wo gezeigt werden durfte.
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„Pickles“ und die Jagd nach dem WM-Pokal

1966, knapp vier Monate vor Beginn der WM in England, herrschte beim Gastgeber und dem Rest der Fußball-Welt die pure Verzweiflung – der FIFA-WM-Pokal war verschwunden! Bei einer Briefmarkenausstellung in der „Westminster Central Hall“ wurde der „Coupe Jules Rimet“ gestohlen, was nicht nur Scotland Yard auf den Plan rief, sondern auch den heimischen Fußballverband (FA) zum Gespött der Leute machte.
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Königlicher „Flitzer“

Dieses Bild ging um die Welt: Scheich Fahid Al-Ahmad stürmte beim Spiel der Weltmeisterschaft 1982 zwischen Kuwait und Frankreich wütend und mit wehendem Gewand auf das Spielfeld um gegen die Wertung eines Tores der Franzosen zu protestieren. Seine Aufsehen erregende Einlage hatte Erfolg: der Schiedsrichter annullierte tatsächlich den Treffer!
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Europa „schippert“ zur ersten WM

Während der Großteil der Nationalmannschaften heute unkompliziert und bequem mit Charter-Flugzeugen zur WM-Endrunde reist, hatten die europäischen Teilnehmer an der ersten Weltmeisterschaft 1930 eine abenteuerliche zweiwöchige Schiffsreise zurückzulegen.
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Finale mit Tücken

Es war der 30. Juli 1930. In Montevideo standen sich im ersten WM-Finale Gastgeber Uruguay und Argentinien im – mit rund 100.000 Zuschauern bis auf den letzten Platz gefüllten – „Estadio Centenario“ gegenüber. Die Stimmung war aufgeheizt, die heißblütigen Fans verfeindet.
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Sparwasser demütigt Klassenfeind

Neben dem „Wembley-Tor“ und dem Treffer von Helmut Rahn im 1954er Finale ist es das wohl bekannteste Tor der deutschen Fußball-Geschichte: das so genannte „Sparwasser-Tor“. Es geschah am Samstag, dem 22. Juni 1974, im Volksparkstadion in Hamburg.
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Tödliches Eigentor

Am 2. Juli 1994, kurz nach der Heimkehr der kolumbianischen Mannschaft von der WM in den USA, wurde der Nationalspieler Andrés Escobar Saldarriaga in Medellin erschossen. Auf einem Parkplatz vor der Bar „El Indio“ richtete ein gewisser Humberto Muñoz Castro den 27-Jährigen mit zwölf Schüssen hin.
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Muskeln lockern mit Schnaps

Europas Fußballer des Jahres 1963, Sportler des Jahrhunderts, Torhüter des Jahrhunderts – Lew Jaschin wurden viele Ehrungen zuteil, viele nach seinem Tod am 20. März 1990. Der legendäre Torwart der sowjetischen Auswahl kam am 22. Oktober 1929 in der Nähe von Moskau zur Welt und gelangte nur durch Zufall zum Fußball.
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Totobetrüger mit Engelsgesicht

Eine solche Galavorstellung, wie sie Paolo Rossi bei der Weltmeisterschaft 1982 in Spanien ablieferte, hatte wirklich niemand erwartet, denn noch Monate zuvor war der Stürmer aus Perugia am Boden zerstört und die WM-Teilnahme in weiter Ferne.
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„Suppenkasper“ trainiert „Gurkentruppe“

Es war die erste WM des noch unerfahrenen Teamchefs Franz Beckenbauer und gleich bei seiner Premiere sollte es im deutschen Lager so richtig krachen. Es passierte bei der Weltmeisterschaft 1986 in Mexiko und es war Ersatztorhüter Uli Stein vom HSV, der den Stein des Anstoßes gab.
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Garrincha – der nutzlose, hässliche Urwaldvogel

Als Manoel Francisco dos Santos in dem kleinen brasilianischen Dorf Pau Grande 1933 zur Welt kam, waren seine Beine deformiert und er galt als behindert. Erst nach einer gefährlichen Operation konnte er überhaupt stehen – das linke O-Bein blieb dennoch sechs Zentimeter kürzer als das rechte X-Bein.
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Vor oder hinter der Linie? Immer wieder Wembley…

WM-Finale 1966: Gastgeber England trifft auf dem "heiligen" Rasen von Wembley auf die deutsche Auswahl. Die schnelle Führung der Deutschen durch Helmut Haller (13.) gleicht Geoff Hurst fünf Minuten später aus, in der 77. Minuten gehen die Engländer durch Martin Peters sogar in Führung.
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Die „Hand Gottes“

Am 22. Juni 1986 fand im Aztekenstadion in Mexiko-Stadt ein WM-Viertelfinale statt, das in die Geschichte eingehen sollte. Die kompakten Engländer trafen vor 114.580 Zuschauern auf das spielstarke Argentinien, das als Favorit in die Partie ging. Nachdem Hälfte eins torlos geblieben war, fasste sich Diego Maradona in der 51. Minute ein Herz.
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Die WM 1978 und das „wahre“ Argentinien

Selten war eine Weltmeisterschaft so umstritten wie die 1978 in Argentinien. Das Land war seit März 1976 von einer Militärdiktatur unter Jorge Rafael Videla beherrscht worden, die sich die physische Vernichtung aller, die ihr in die Quere kamen, zum Ziel gemacht hatte.
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