Garrincha – der nutzlose, hässliche Urwaldvogel

Als Manoel Francisco dos Santos in dem kleinen brasilianischen Dorf Pau Grande 1933 zur Welt kam, waren seine Beine deformiert und er galt als behindert. Erst nach einer gefährlichen Operation konnte er überhaupt stehen – das linke O-Bein blieb dennoch sechs Zentimeter kürzer als das rechte X-Bein. Er wuchs in armseligen Verhältnissen auf, litt unter Hunger und bereits mit zehn Jahren trank er das erste Mal Alkohol. Irgendeiner seiner Brüder taufte in dieser Zeit „Garrincha“ – er gab ihm den Namen eines nutzlosen, hässlichen Urwaldvogels.

Als dieser Garrincha als 20-Jähriger beim Klub Botafogo vorspielte, höhnte die brasilianische Presse: „Es muss Botafogo wirklich schlecht gehen, wenn sie Behinderte zum Probetraining einladen.“ Fünf Jahre später ließ er bei der WM in Schweden Weltklassespieler wie Fahnenstangen stehen, machte diese mit nie gesehenen Tricks beinahe lächerlich und war unumstritten der beste Rechtsaußen seiner Zeit. Die Weltmeisterschaft 1962 brachte ihm endgültig internationalen Ruhm ein – er wurde Torschützenkönig und zum besten Spieler des Turniers gewählt. Der uruguayische Autor Eduardo Galeano bezeichnete ihn als den Mann, der „in der Geschichte des Fußballs die meiste Freude schenkte“ und selbst Superstar Pelé erkannte neidlos an: „Ohne Garrincha wäre ich nicht dreifacher Weltmeister geworden.“

So genial der Dribbler auf dem Feld agierte, so unglücklich und tragisch verlief sein Leben. Er soll von Kindheit an dem Alkohol zugeneigt gewesen sein und selbst zu besten Zeiten regelmäßig getrunken haben. Fünf Entziehungskuren scheiterten. Garrincha war Analphabet, hatte nie Bildung genossen und so verwundert es auch nicht, dass ihm ein 1958 durchgeführter Persönlichkeitstest das geistige Niveau eines Acht- bis Zwölfjährigen bescheinigte. Auch sein Liebesleben sorgte immer wieder für Schlagzeilen: Die Angaben über die Anzahl seiner Kinder schwanken zwischen 14 und 18, zudem war er mehrfach verheiratet. Selbst zur Geburt seines Sohnes Garrinchinha soll er 1976 vier Tage zu spät gekommen sein. Als Garrincha mit 49 Jahren an den Folgen einer Alkoholvergiftung starb, war er völlig verarmt. Er selbst sagte einmal: „Ich bin zum Sinnbild für das geworden, was man aus seinem Leben nicht machen sollte.“

 

Die WM 1958 im TV - alles nur Show?

Die erste Fußball-Weltmeisterschaft, bei der weltweit eine Vielzahl von Begegnungen vom Fernsehen gezeigt wurde, war die WM 1958 in Schweden. Schon damals hatten jedoch nicht die TV-Anstalten, sondern der Weltfußballverband die Hoheit über die Übertragung – die FIFA legte fest, was, wann und wo gezeigt werden durfte.
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„Pickles“ und die Jagd nach dem WM-Pokal

1966, knapp vier Monate vor Beginn der WM in England, herrschte beim Gastgeber und dem Rest der Fußball-Welt die pure Verzweiflung – der FIFA-WM-Pokal war verschwunden! Bei einer Briefmarkenausstellung in der „Westminster Central Hall“ wurde der „Coupe Jules Rimet“ gestohlen, was nicht nur Scotland Yard auf den Plan rief, sondern auch den heimischen Fußballverband (FA) zum Gespött der Leute machte.
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Königlicher „Flitzer“

Dieses Bild ging um die Welt: Scheich Fahid Al-Ahmad stürmte beim Spiel der Weltmeisterschaft 1982 zwischen Kuwait und Frankreich wütend und mit wehendem Gewand auf das Spielfeld um gegen die Wertung eines Tores der Franzosen zu protestieren. Seine Aufsehen erregende Einlage hatte Erfolg: der Schiedsrichter annullierte tatsächlich den Treffer!
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Europa „schippert“ zur ersten WM

Während der Großteil der Nationalmannschaften heute unkompliziert und bequem mit Charter-Flugzeugen zur WM-Endrunde reist, hatten die europäischen Teilnehmer an der ersten Weltmeisterschaft 1930 eine abenteuerliche zweiwöchige Schiffsreise zurückzulegen.
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Finale mit Tücken

Es war der 30. Juli 1930. In Montevideo standen sich im ersten WM-Finale Gastgeber Uruguay und Argentinien im – mit rund 100.000 Zuschauern bis auf den letzten Platz gefüllten – „Estadio Centenario“ gegenüber. Die Stimmung war aufgeheizt, die heißblütigen Fans verfeindet.
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Sparwasser demütigt Klassenfeind

Neben dem „Wembley-Tor“ und dem Treffer von Helmut Rahn im 1954er Finale ist es das wohl bekannteste Tor der deutschen Fußball-Geschichte: das so genannte „Sparwasser-Tor“. Es geschah am Samstag, dem 22. Juni 1974, im Volksparkstadion in Hamburg.
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Tödliches Eigentor

Am 2. Juli 1994, kurz nach der Heimkehr der kolumbianischen Mannschaft von der WM in den USA, wurde der Nationalspieler Andrés Escobar Saldarriaga in Medellin erschossen. Auf einem Parkplatz vor der Bar „El Indio“ richtete ein gewisser Humberto Muñoz Castro den 27-Jährigen mit zwölf Schüssen hin.
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Muskeln lockern mit Schnaps

Europas Fußballer des Jahres 1963, Sportler des Jahrhunderts, Torhüter des Jahrhunderts – Lew Jaschin wurden viele Ehrungen zuteil, viele nach seinem Tod am 20. März 1990. Der legendäre Torwart der sowjetischen Auswahl kam am 22. Oktober 1929 in der Nähe von Moskau zur Welt und gelangte nur durch Zufall zum Fußball.
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Totobetrüger mit Engelsgesicht

Eine solche Galavorstellung, wie sie Paolo Rossi bei der Weltmeisterschaft 1982 in Spanien ablieferte, hatte wirklich niemand erwartet, denn noch Monate zuvor war der Stürmer aus Perugia am Boden zerstört und die WM-Teilnahme in weiter Ferne.
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„Suppenkasper“ trainiert „Gurkentruppe“

Es war die erste WM des noch unerfahrenen Teamchefs Franz Beckenbauer und gleich bei seiner Premiere sollte es im deutschen Lager so richtig krachen. Es passierte bei der Weltmeisterschaft 1986 in Mexiko und es war Ersatztorhüter Uli Stein vom HSV, der den Stein des Anstoßes gab.
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Garrincha – der nutzlose, hässliche Urwaldvogel

Als Manoel Francisco dos Santos in dem kleinen brasilianischen Dorf Pau Grande 1933 zur Welt kam, waren seine Beine deformiert und er galt als behindert. Erst nach einer gefährlichen Operation konnte er überhaupt stehen – das linke O-Bein blieb dennoch sechs Zentimeter kürzer als das rechte X-Bein.
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Vor oder hinter der Linie? Immer wieder Wembley…

WM-Finale 1966: Gastgeber England trifft auf dem "heiligen" Rasen von Wembley auf die deutsche Auswahl. Die schnelle Führung der Deutschen durch Helmut Haller (13.) gleicht Geoff Hurst fünf Minuten später aus, in der 77. Minuten gehen die Engländer durch Martin Peters sogar in Führung.
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Die „Hand Gottes“

Am 22. Juni 1986 fand im Aztekenstadion in Mexiko-Stadt ein WM-Viertelfinale statt, das in die Geschichte eingehen sollte. Die kompakten Engländer trafen vor 114.580 Zuschauern auf das spielstarke Argentinien, das als Favorit in die Partie ging. Nachdem Hälfte eins torlos geblieben war, fasste sich Diego Maradona in der 51. Minute ein Herz.
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Die WM 1978 und das „wahre“ Argentinien

Selten war eine Weltmeisterschaft so umstritten wie die 1978 in Argentinien. Das Land war seit März 1976 von einer Militärdiktatur unter Jorge Rafael Videla beherrscht worden, die sich die physische Vernichtung aller, die ihr in die Quere kamen, zum Ziel gemacht hatte.
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